Festangestelltes Personal ist kostspielig

Nachwuchssorgen: Badeaufsichten nur schwer zu finden

Waldeck-Frankenberg. Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister warnt, dass bundesweit rund 2500 Fachkräfte für die Badeaufsicht in Schwimmbädern fehlen. Es geht vor allem um Fachangestellte für Bäderwesen beziehungsweise Schwimmmeister.

„Nachwuchs ist schlecht zu kriegen“, bestätigt Renate Zenke, Leiterin des Bäderbereichs der Energie Waldeck-Frankenberg.

Das Problem liege darin, dass fest angestelltes Fachpersonal kostspielig sei: „Wer die Leute bezahlt, kriegt sie auch“, sagt Renate Zenke. Oft werde aber versucht, alles durch Ehrenamtliche abzudecken. Nicht alle Aufgaben ließen sich indes so lösen, nur Schwimmmeister und Fachangestellte für Bäderbetriebe könnten die Betriebsaufsicht übernehmen. Diese umfasst auch sicherzustellen, dass Wasser und Technik einwandfrei sind. Ohne qualifizierte Betriebsaufsicht stelle im Verletzungsfall die Betreiberhaftung ein Problem dar. Ein anderer abschreckender Aspekt sei die „undankbare“ Aufgabe zu arbeiten, während die anderen ihre Freizeit genießen.

„Die Bewerbungen auf unsere ausgeschriebenen Stellen werden weniger“, sagt auch Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer des Ederberglandbad-Betreibers Energie-Gesellschaft Frankenberg Zwar sei es gelungen, in diesem Jahr wieder genügend Personal zu finden: „Mit Blick in die Zukunft wird es aber sicherlich immer schwieriger“, sagt er. Nicht jeder Badebetrieb hat mit Personalnot zu kämpfen: „Wir haben da keine Probleme“, erklärt Wolfgang Wilhelm, Geschäftsführer der Bäderbetriebsgesellschaft Korbach. Die Ausbildung sei weiterhin attraktiv.

Schwierig gestaltet sich die Lage indes für viele Freibäder, die Ehrenamtliche und Teilzeitkräfte suchen. Da es an diesen mangelt, haben das Netzwerk Freibad, die DLRG und der Landkreis eine Werbeaktion gestartet.

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Von Philipp Daum und Wilhelm Figge

Rubriklistenbild: © Helmut Wenderoth

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