Statisten berichten: So war der Drehtag mit Til Schweiger

Ein Foto mit Regisseur Til Schweiger als Belohnung: Die achtjährige Magdalena Schindzielorz aus Berghofen war in Marburg beim Dreh von „Conni & Co 2“ dabei. Foto:  nh

Marburg. Die achtjährige Magdalena Schindzielorz aus Berghofen durfte in Marburg beim Dreh des Kinofilms „"Conni & Co 2" mitmachen. Und sie traf Regisseur Til Schweiger.

Die Schülerin stand zwar nicht selbst vor der Kamera, hat mit anderen Kindern aber die Szenen dargestellt, die später von den echten Schauspielern gedreht wurden, um Licht, Kamera und Positionen einzustellen.

Den Tipp, sich für den Dreh in Marburg zu bewerben, hatte Mutter Saskia Schindzielorz von ihrer Bekannten Sabine Wohlfarth aus Frankenberg bekommen. Sabine Wohlfarth hatte sich selbst auch beworben, sie hatte bereits im vergangenen Jahr eine Statistenrolle in einem Fernsehfilm, der in Frankfurt gedreht wurde.

Die 35-Jährige wurde nun auch in Marburg als Statistin genommen, musste mit anderen als Passantin vier Stunden lang über den Marktplatz laufen, zwischendurch immer wieder warten. Alltag beim Film. „Drehen heißt warten“, sagt Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer von HessenFilm und Medien.

Schon um 6.30 Uhr musste Sabine Wohlfarth am Drehort sein. „Jeder sollte mehrere Kleidungsstücke mitbringen, sommerlich, ländlich und kleinstädtisch“, erzählt die Frankenbergerin. Sie erhielt schließlich aber ein Blumenkleid aus dem Fundus des Filmteams. Und sie musste einen Vertrag unterschreiben, dass sie ihre Bildrechte abtritt - die Szenen mit ihr also im Film gezeigt werden dürfen - und sie keine Internas vom Dreh und aus dem Film erzählt.

Drei Szenen wurden mit ihr gedreht, in einer fährt Conni, gespielt von Schweiger-Tochter Emma, mit ihrer Oma (Iris Berben) auf einem Motorrad auf den Marktplatz. „Wir haben jede Einstellung zigmal aus verschiedenen Kamerawinkeln gedreht“, erzählt Wohlfarth. Für jeden Statisten wurden Position, Lauftempo und -richtung vorgegeben. „Wir haben viel gestanden und gewartet, bis Kamera und Beleuchtung ausgerichtet waren. Dann kamen die Schauspieler, dann kam Til und dann ging’s los.“

Ob sie im fertigen Film zu sehen ist, erfährt sie erst nächstes Jahr, wenn der Film ins Kino kommt. Sie rechne sich aber gute Chancen aus, denn irgendwann wurde sie aussortiert - offenbar damit sie im fertigen Film nicht in zu vielen Szenen als Statistin auftaucht.

Auch wenn Magdalena Schindzielorz nicht vor der Kamera stand, fand die Achtjährige den Drehtag in Marburg sehr spannend, Schauspielerin möchte sie aber nicht werden. „Vielleicht Tierpflegerin im Zoo“, sagt die Achtjährige.

Wie die beiden Til Schweiger fanden, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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