Hilfe von Spezialisten

Tätliche Angriffe in Kliniken selten: Krankenhäuser schulen Mitarbeiter in Deeskalation

Waldeck-Frankenberg. Knapp einen Monat ist es her, dass ein Patient der Wildunger Stadtklinik Pflegepersonal angegriffen hat. Uli Klein, Pressesprecher der Stadtklinik, äußert sich zurückhaltend zu dem Vorfall.

Mit der Polizei werde an Prävention gearbeitet, den betroffenen Mitarbeitern sei sofortige Hilfe von Spezialisten angeboten worden.

Die Frage, warum der an einer Psychose leidende Mann nicht direkt in die psychiatrische Klinik in Haina überwiesen wurde, bleibt unbeantwortet. Wie deren Ärztlicher Direktor Rolf Speier erklärt, sind stets Notbetten verfügbar.

Vertreter anderer Krankenhäuser im Landkreis bestätigen, dass es nur in seltenen Fällen zu tätlichen Übergriffen auf das Personal kommt. „Es konzentriert sich auf alkoholisierte oder unter Drogen stehende Patienten, die als Notfälle eingeliefert werden“, so Michael Schmidt vom Arolser Krankenhaus.

„Einen mit dem Angriff in Bad Wildungen auch nur ansatzweise vergleichbaren Fall hat es im Frankenberger Kreiskrankenhaus bislang nicht gegeben“, sagt Sprecher Rouven Raatz.

Claudia Schneider vom Korbacher Stadtkrankenhaus vermutet ein Gewaltproblem eher in Ballungszentren als im ländlichen Raum. Gegen körperliche wie verbale Gewalt schulen alle Kliniken ihre Mitarbeiter in Deeskalation.

Von Wilhelm Figge

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Rubriklistenbild: © dpa

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