Wegen Lohnerhöhung

Tarifabschluss macht den Kita-Betrieb teurer

Waldeck-Frankenberg. Nach dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst zeichnet sich in einigen Kommunen eine Diskussion über Kindergartenbeiträge ab.

Denn für die Erzieherinnen ist die Tariferhöhung um 2,4 Prozent rückwirkend zum 1. März die zweite Gehaltssteigerung binnen neun Monaten. Durch die nach einem Streik im Sommer vergangenen Jahres erwirkte neue Einstufung erhielten sie damals im Schnitt 3,3 Prozent mehr.

Kommunen können Erhöhung nicht tragen

Ein Plus von knapp sechs Prozent innerhalb eines Jahres - das werden viele Kommunen nicht einfach tragen können. In Frankenberg müsste die Gebühr für einen Ganztagsplatz um 30,50 Euro auf 160,50 Euro im Monat steigen, um die Eltern zumindest auf bisherigem Niveau an den Kosten zu beteiligen, teilt Pressesprecher Wolfgang Danzeglocke mit. Dieses Niveau liege mit rund 24 Prozent der Kosten bereits erheblich unter der von der Finanzaufsicht geforderten Drittel-Finanzierung. „Hierüber wird sich die neue Stadtverordnetenversammlung Gedanken machen müssen“, heißt es von der Stadt.

In der kleinen Gemeinde Bromskirchen bereitet der Gemeindevorstand laut Bürgermeister Karl-Friedrich Frese bereits „eine Überarbeitung der Entgeltordnung“, also eine Gebührenerhöhung, für die Kita mit Wirkung ab 1. August vor. Rudolf Backhaus, Bürgermeister der finanzschwachen Gemeinde Haina, will hingegen keine Gebührenerhöhung vornehmen. „Bei einem Defizit von einer halben Million Euro wäre das ein Tropfen auf den heißen Stein“, meint er.

Was weitere Kommunen sagen und was sie von dem Vorschlag halten, generell gebührenfreie Kitas anzubieten, das lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Rubriklistenbild: © dpa

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