Totes Frühchen: Eltern kritisieren Staatsanwaltschaft

Schwalmstadt/Marburg. In dieser Woche ist eine frühere Krankenschwester der UIni-Klinik Marburg aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Sie war verdächtigt worden, an der Klinik Frühchen mit Narkosemittel vergiftet zu haben (wir berichteten). In diesem Zusammenhang war auch ein Baby aus dem südlichen Schwalm-Eder-Kreis exhumiert worden. Nun äußert sich die Rechtsanwältin dieser Eltern, Silke Heissenberger (Schwalmstadt), gegenüber der HNA.

Ein Gutachten habe bestätigt, dass auch diesem Baby Medikamente verabreicht worden seien, sagt die Anwältin. Angesichts der Entlassung der Krankenschwester aus der Untersuchungshaft seien die Eltern des toten Babys fassungslos.

Die Anwältin kritisiert das aktuelle Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Diese habe mitgeteilt, nun die Krankenakte des verstorbenen Kindes auszuwerten. Für Heissenberger unverständlich: Erst jetzt, nach der Freilassung der jungen Frau, untersuche die Staatsanwaltschaft die Krankenakte.

Nach Angaben der Anwältin habe die Krankenschwester vor und nach dem Tod des Babys den persönlichen Kontakt zu den unwissenden Eltern – unter anderem über Facebook – gesucht.

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Von Sylke Grede

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