Verfahren um Solarpark wegen Kreditbetrug: Prozess eingestellt

Korbach. Das Korbacher Amtsgericht hat den Betrugsprozess gegen einen 59-jährigen Korbacher vorläufig eingestellt. Dies teilte Direktor Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling mit.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Unternehmensberater unter anderem vorgeworfen, eine Geschäftsfrau auf der Suche nach einem Kredit über 22,5 Millionen Euro wissentlich an einen Betrüger vermittelt zu haben.

Grund für die Einstellung ist laut Kalhöfer-Köchling, dass eine mögliche Strafe in diesem Prozess im Vergleich mit der bei einem weiteren, noch anstehendem Verfahren wenig ins Gewicht falle. Auch sei ein Urteil nicht in angemessener Zeit zu erwarten: Ein Zeuge ist laut Attest noch knapp drei Monate reise- und verhandlungsunfähig. Es handelt sich um den 28-Jährigen, an den der Korbacher die Kundin vermittelt hatte. Sie und ihre Partner zahlten ihm 85 000 Euro als Sicherheit, den für einen Solarpark in Bulgarien gedachten Kredit gewährte er nie.

Zudem müssten weitere Zeugen im Ausland ermittelt werden. „Das alles würde unverhältnismäßig lange dauern und hohe Kosten verursachen, wobei das Ergebnis noch völlig offen wäre“, so Kalhöfer-Köchling. Eine Verurteilung wegen des ihm vorgeworfenen Versuchs, mit gefälschten Überweisungsträgern Geld anderer Menschen auf sein Konto zu leiten, sei indes noch nicht vom Tisch. (wf)

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