Verhandlung um Besitz von Kinderpornografie erneut vertagt

Frankenberger Land. Noch offen ist, wann ein Urteil im Prozess gegen den Lehrer aus dem Frankenberger Land fällt, der kinderpornografisches Materials aus dem Internet auf seine Computer heruntergeladen haben soll.

Der dritte Verhandlungstag vor dem Frankenberger Amtsgericht am Dienstag begann wegen eines Befangenheitsantrags gegen Richterin Andrea Hülshorst zirka eine Stunde später und wurde nach knapp zwei Stunden vertagt.

Amtsrichterin Regine Wagner lehnte den Befangenheitsantrag ab. Sie sah keines der vorgebrachten Argumente als ausreichend an. Sie sagte, es sei zulässig, dass Andrea Hülsthorst den Angeklagten am 30. April mit Hilfe der Polizei zum Erscheinen zur Verhandlung zwang, obwohl sein Hausarzt ihm Verhandlungsuntauglichkeit wegen Kopfschmerzen und erhöhtem Blutdruck attestiert hatte. Wie berichtet, war der 47-Jährige auch von einem Amtsarzt untersucht worden, der die Meinung des Hausarztes nicht geteilt hatte. Die Verhandlung war am 30. April dennoch nicht fortgesetzt worden.

Weiterhin sagte Richterin Wagner, es sei zulässig, dass Andrea Hülshorst am ersten Verhandlungstag am 15. April mit der damals zuständigen Staatsanwältin kurze private Gespräche führte und dass sie einen weiteren Staatsanwalt, der als Zeuge geladen war, auf dem Flur duzte. Persönliche Beziehungen bestünden nicht.

Von Martina Biedenbach

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