Waldeck-Frankenberger Klinik-Mitarbeiter streikten für mehr Geld

Mitarbeiter von Vitos Haina nahmen an der Demonstration in Kassel teil

Waldeck-Frankenberg. Für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen haben gestern auch Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus Waldeck-Frankenberg demonstriert.

Rund 40 Pflegedienstmitarbeiter des Krankenhauses in Bad Arolsen beteiligten sich am hessenweit von der Gewerkschaft ver.di ausgerufenen Warnstreik. Aus dem Frankenberger Land waren Beschäftigte von Vitos Haina bei der Demonstration in Kassel mit 35 Mitarbeitern vertreten.

Ausgerüstet mit Fahnen und Trillerpfeifen fuhren Krankenschwestern, Sozialarbeiter und Psychologen aus Haina gemeinsam im Bus nach Kassel. Es sei wichtig, dass gerade der Gesundheits- und Krankenpflegeberuf angemessen bezahlt werde, um attraktiv zu bleiben, sagte Vitos-Betriebsratsvorsitzender Wolfang Mihr. Denn das Interesse an der Ausbildung gehe bereits deutlich zurück. Das sei an den Pflegeschulen spürbar.

Auch dürfe an der Betriebsrente nichts geändert werden, forderte Mihr. Mitarbeiter dürften nicht mit Zusatzbeiträgen belastet werden. Insgesamt gehe es beim Warnstreik um eine generelle Aufwertung der Berufe im öffentlichen Dienst, fügte Mihrs Stellvertreter Marco Bornmann hinzu.

Die Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg, sonst immer streikbereit, beteiligte sich diesmal nicht an den Demonstrationen. Bei der Auseinandersetzung zum Tarifvertrag Sozial- und Erziehungsdienst im vergangenen Jahr hatten Lebenshilfe-Mitarbeiter insgesamt vier Wochen gestreikt. „Das hat viel Kraft gekostet, jetzt sind andere Einrichtungen und Betriebe dran“, sagte Betriebsrat Jürgen Süß.

Mitarbeiter des Korbacher Stadtkrankenhauses haben ebenfalls nicht gestreikt. Sie wollen beim „Tag der Pflege“ am 12. Mai über Mehrarbeit und Überstunden in der Branche informieren.

Von Martina Biedenbach, Elmar Schulten und Lutz Benseler

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