Für das perfekte Foto klingelt sein Wecker nachts um drei

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Für ein Foto im Mohnfeld steht Heinrich Kowalski schon mal nachts um 3 Uhr auf.

Waldeck-Netze. Für seine große Leidenschaft geht Heinrich Kowalski täglich auf Pirsch, wenn es sein muss, mitten in der Nacht. Der 48-Jährige aus Waldeck-Netze liebt und lebt die Natur-Fotografie.

„Meine Bilder entstehen schon lange vorher im Kopf", sagt er. Ein Paradebeispiel ist ein Foto von einer Vollmondnacht am Edersee. Genau über dem Taucherbaum steht der Mond am Nachthimmel und sein Schein spiegelt sich im Wasser. „An dem Bild habe ich mehrere Monate gearbeitet“, erzählt der Netzer. Er hat den Mondverlauf exakt berechnet. „Der Mond ist ein komischer Kauz, mal geht er hier auf, und da wieder unter.“ In einer Sommernacht stimmte alles, „ich war um 4 Uhr am See, und um 5 Uhr hatte ich die Fotos im Kasten.“

Der 48-Jährige gibt alles für eine perfekte Aufnahme und ist oft in den frühen Morgenstunden aktiv. Nachts um 3 Uhr klingelte der Wecker für ein Fotoshooting im Mohnblumenfeld bei Rhenegge. Um die Blüten mit dem Mond abzubilden, peilte der Fotograf sie liegend auf dem nassen Lehmboden an. „Danach war ich so dreckig, das ich in Unterhosen mit dem Auto nach Hause gefahren bin.“ Für eine fotografische Herausforderung verzichtet er gern auf Schlaf. „Wenn eine tolle Aufnahme herauskommt, ist das viel mehr an Erholung für mich.“

(Von Conny Höhne)

Mehr über Heinrich Kowalski und seine Fotos lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine und auf seiner Facebook-Seite.

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