Alte Helden mit neuen Bands

Volles Haus wie jedes Jahr: Beim Treffen der Alten Helden sind die Tickets nach wenigen Tagen ausverkauft. Mehr als 1000 Besucher sind nicht erlaubt.

Fritzlar. Es hatte schon fast einen Hauch von Klassentreffen, das Konzert-Event in der Fritzlarer Stadthalle. Bei Musik der 70er und 80er Jahre gab es am Dienstagabend manches Wiedersehen alter Bekannter.

„Man sieht sich oft das ganze Jahr nicht, aber beim Rockspektakel in der Stadthalle trifft man sich“, sagte eine Teilnehmerin.

Die Macher des Events, Walter Meier und Kalle Paltinat, kündigten zwei neue Bands an, die Songs der 80er und 90er Jahre spielen - „um auch der etwas jüngeren Generation Rechnung zu tragen“, wie sie betonten.

Zum ersten Mal dabei: Wild Night aus Wabern-Harle. Die Jungs meisterten ihren ersten Auftritt in der Stadthalle bravourös. Als Opener spielten sie melodischen Cover-Rock, Lieder von AC/DC, verrockte Titel von ABBA, aber auch Songs in der Stilrichtung von Bon Jovi. Jens Walkenhorst, Mario Erdmann, Timo Fritzen und Thomas Ellenberger hatten spätestens bei „Highway to hell“ die Zuhörer auf ihrer Seite.

Alte Bekannte sind „Flash bat in the roof“ mit Frontfrau Kim Herrmann. Mit Titeln wie „Last resort“ von Papa Roach oder“ You give love a bad name“ von Bon Jovi oder „I want it all“ von Queen ließen sie es krachen.

Ebenfalls neu in Fritzlar: die Band Müller-Meier-Schulze mit zum größten Teil deutschen Songs. Frontsänger Axel wurde vom Fan-Club der Kaulbachschule in Bad Arolsen lautstark unterstützt. Mit Titel wie „König von Deutschland“ und „Major Tom“ animierten sie den Saal zum Mitsingen.

Mit einem ZZ-Top-Medley, einer Funky-Runde und „Tagen wie diese“ spielte sich Rockmachine aus Kassel wie immer in die Herzen der Zuhörer. Die Gitarren-Soli wurden besonders beklatscht.

Alle zusammen auf der Bühne

Wie immer zum Schluss und von vielen Fans erwartet: die Steven-Stealer-Band mit ihrem neuen 26-jährigen Leadsänger Michael Wiebusch, der nach nur vier Proben das Repertoire der Band voll beherrschte. Titel von Pink Floyd „Wish you were here“ und Deep Purple („Strange kind of women“ und „Child in time“) ließen es nochmal krachen. Da alle Bands sich an ihre zeitlichen Vorgaben gehalten hatten, traten wie jedes Jahr alle Musiker gemeinsam auf und performten die Songs „Sweet Home Alabama“ und „Knocking on heavens door“, die ein tolles Event beendeten.

Alte Helden in Fritzlar: lauter Abschied von 2015

Übrigens: Wie Integration funktioniert, zeigten die beiden Bad Zwestener Dorothee Basselli und Nina Nünning. Sie hatten Abraham Russom aus Eritrea mitgebracht, der in Bad Zwesten lebt und dem die Live-Musik sehr gut gefiel. Er tanzte mit den beiden Frauen zu den Klängen der Bands.

Etwas traurig war ein knappes Dutzend Motörhead-Fans, die beklagten, dass mit keinem Wort der Tod des Motörhead-Frontmanns Lemmy Kilmister bei der Veranstaltung erwähnt wurde.

Jüngste Teilnehmerin in diesem Jahr war die dreijährige Emma Limbrunner. Mit Kopfhörern versehen, hatten die Großeltern sie mitgebracht.

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