Sie trotzten dem Baulärm in Wabern

Anwohner der Bahnhofstraße feierten vorläufigen Abschluss der Arbeiten

Sie haben Geduld bewiesen und den Baulärm ausgehalten: die Anwohner der Waberner Bahnhofstraße. Der erste Teil der Straße ist umgestaltet, ab April 2018 ist der zweite Teil zwischen Raiffeisenstraße und Bahnhof dran. Foto: Laumann

Wabern. Im August vergangenen Jahres haben die Arbeiten an der Bahnhofstraße in Wabern begonnen. Zwei Drittel sind jetzt geschafft.

Bahnhofstraße bleibt Bahnhofstraße. An dem Namen will Bürgermeister Claus Steinmetz nicht rütteln. Dabei gab es in Wabern schon Gerüchte, die Straße könnte bald in Bahnhofsallee umbenannt werden - schließlich hat sie nach der Umgestaltung den Charakter einer Allee: die Fahrbahn wurde verengt, die Gehwege sind breiter, links und rechts der Straße stehen Hainbuchen.

Im August vergangenen Jahres haben die Arbeiten begonnen. Zwei Drittel sind jetzt geschafft: Das Stück von der Alten Kasseler Straße bis zur Raiffeisenstraße wurde umgestaltet. 1,2 Millionen Euro waren dafür veranschlagt, 800 000 Euro wurden ausgegeben.

Einiges abverlangt 

„Wir haben den Anwohnern einiges abverlangt“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf die Bauarbeiten und fügte an: „Wir haben versucht, die Belastung so klein wie möglich zu halten.“ Die Geduld der Anwohner ist aber noch einmal gefragt: Ab April 2018 soll der zweite Bauabschnitt folgen. Dann wird die Bahnhofstraße zwischen Raiffeisenstraße und Bahnhof erneuert. Die Pause zwischen den beiden Bauabschnitten hängt mit dem Umbau des Bahnhofs zusammen. Erst wenn der abgeschlossen ist, ist die Straße dran. Schließlich sollen die Baustellenfahrzeuge den neuen Belag nicht gleich wieder kaputtfahren.

Für Steinmetz zählt die Bahnhofstraße neben der Kurfürstenstraße und der Landgrafenstraße zu den drei wichtigsten Straßen der Gemeinde. „Früher war die Bahnhofstraße ein Zentrum“, erklärte er bei einer Feierstunde am Donnerstag. Ziel sei es, die Straße wieder mit Leben zu erfüllen, sie attraktiver zu machen.

Dazu könnten auch die Bewohner beitragen. „Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie einen Blick draufwerfen“, appellierte der Bürgermeister. Und er warb für das Förderprogramm Stadtumbau West. Das könnten Anwohner nutzen, um ihre Häuser und Grundstücke umzugestalten. „Es gibt ausreichend Mittel.“

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