80 Aussteller informierten Schulabgänger bei Ausbildungsbörse in Borken

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Vielfältige Möglichkeiten: Über den Beruf des Geomatikers informierten sich in Borken (von rechts) Simone und Michelle Bricke bei Kerstin Jeppe vom Hessischen Amt für Bodenmanagement und Geoinformation.

Borken. „Was willst du werden, wenn du mal groß bist?" Diese Frage wird wohl jedem jungen Menschen einmal gestellt, und spätestens, wenn der Schulabschluss in Sicht ist, sollten sich die kommenden Abgänger Gedanken darüber machen und einen Berufswunsch entwickeln.

Dass das Angebot nicht gerade klein ist, zeigte sich am Samstag bei der 14. Ausbildungsbörse Schwalm-Eder im und am Bürgerhaus Borken. 80 Aussteller hatten ihre Stände aufgebaut, um mit reichlich Informationen und guten Berufschancen die Aufmerksamkeit und das Interesse der Besucher zu wecken.

Verwaltung oder Handwerk; Praktikum, Ausbildung oder Studium; Voraussetzungen und Karrierechancen - um all das ging es bei der Ausbildungsbörse. Banken und Versicherungen waren ebenso vertreten wie große, mittelständische und kleine Unternehmen, verschiedene Abteilungen der Landesverwaltung Hessen, Handwerks-, Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe sowie medizinische und soziale Einrichtungen.

Praktische Vorführung: Sara Kuck (rechts) beobachtete Dachdeckermeisterin Marion Mecke beim Bearbeiten einer Dachschindel. 

Wer noch keine Ahnung hatte, in welche Richtung die Berufswahl gehen soll, dem gewährte das vielfältige Angebot eine gute Möglichkeit zur Orientierung.

Aus diesem Grund war auch Michelle Bricke am Samstag im Bürgerhaus. Für die 15-jährige Realschülerin steht bisher nur eines fest: Sie möchte in die Verwaltung. Und so informierte sie sich unter anderem über den Beruf des Geomatikers beim Hessischen Amt für Bodenmanagement und Geoinformation.

Ein Handwerksberuf komme für die Schülerin aus Borken nicht in Frage. Diese Aussage höre man heute häufig von jungen Menschen, sagte Philipp Gebhardt, stellvertretender Obermeister der Bauinnung im Schwalm-Eder-Kreis.

Es sei kein Geheimnis, dass das Handwerk keine leichte Arbeit sei. „Man muss wissen, was auf einen zukommt“, sagte Gebhardt.

Und doch hofft er, dass sich die Nachfrage und die Ausbildungssituation in den Handwerksberufen wieder verbessern werden. Die Anzahl der interessierten jungen Frauen an einem Handwerksberuf sei dagegen nicht schlecht, denn das Handwerk sei heute nicht mehr nur etwas für Männer.

Handwerk? Warum nicht!, sagte sich am Samstag daher auch Sara Kuck. „Man muss sich alles anschauen und ausprobieren“, meinte die Schülerin, die im nächsten Jahr einen Ausbildungsplatz beginnen möchte. Sie ließ sich von Dachdeckermeisterin und Ausbilderin der Dachdeckerinnung Kassel, Marion Mecke, zeigen, wie man eine Schindel bearbeitet. (zen)

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