Hanne Scholz fand zwei winzige Eichhörnchen - Sie päppelt die putzigen Nager auf

Eine tierisch gute Pflege

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Sie hat ein Händchen fürs Aufpäppeln: Hanne Scholz aus Borken zieht zwei Eichhörnchen groß. 

Borken. So viel Besuch wie in diesen Wochen hatte die Familie Scholz in Borken noch nie. Fast alle wollen die beiden putzigen Eichhörnchen ansehen, die Hanne Scholz gerade groß zieht.

Und die Zeit läuft für die Besucher: In ungefähr vier Wochen sind die Nager groß und schwer genug, um draußen alleine klar zu kommen.

Fünf Wochen ist es her, dass Hanne Scholz ein winziges Eichhörnchen vor der Haustür fand. Sie mixte das Futter, zu dem ihr ein Tierarzt riet und nahm das Tier und die Sache in die Hand. Alle vier Stunden bekam es eine Mischung aus Fencheltee, Babybrei, Katzenmilch und Sanostol serviert. Eine Kalorienbombe, die der Nager wonnig wegsaugt. 97 Gramm wog er am ersten Tag.

Am zweiten Tag bekam er nicht nur wieder Futter, sondern auch noch Gesellschaft: Im Garten lag ein zweites Eichhörnchen. Die Familie kaufte kurzentschlossen eine Voliere bei E-Bay, richtete den beiden Winz-Hörnchen ein Nest samt Wärmflaschen ein und machte sich daran, sie großzuziehen.

Die Mühe hat sich gelohnt. Samstag und Sonntag, wie die beiden wieselflinken Gesellen heißen, wiegen schon bald das Doppelte und sind quietschfidel. Wenn Hanne Scholz sie aus der Voliere nimmt, in der sie zusammengekugelt schlafen, sausen sie wie aufgezogen durchs Wohnzimmer. Eben gerade noch saßen sie in der linken Ecke auf dem Sessel, eine Sekunde später klettern sie in geradezu affenartigem Tempo die Gardine oder auch an Maurice Scholz hoch und runter: „Die zwei benutzen mich gerne als Baum“, sagt der hochgewachsene Schüler und grinst.

So klein sie sind: Die beiden tagaktiven Nager bringen Leben in die Bude. Sie knabbern die Orchideen auf der Fensterbank, die Bananen in der Obstschale und die Blumen in der Vase an. Wirklich zahm sind sie nicht, sie versuchen zu entwischen, wenn man sie zurück in die Voliere setzen will.

Es ist ein echtes Vergnügen, die beiden zu beobachten. In vier Wochen gehen die Nager raus ins wahre Leben. Familie Scholz wird sie vermissen: „Später werden wir sagen: ‘2016: Das war doch dieser tolle Sommer, in dem wir die Eichhörnchen großgezogen haben‘,“ sagt Hanne Scholz.

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