Kippenrock-Festival in Arnsbach bot harte Klänge und Fußball

Mussten gegen die deutsche Nationalmannschaft anspielen: Die Beatburners traten auf dem Arnsbacher Kippenrock-Festival auf und brachten die Menge zum Tanzen. Alle Fotos:  Zerhau

Arnsbach. Der Torjubel über Mesut Özils Treffer ging in Arnsbach im lauten Schlussakkord der Beatburners unter. Denn während dort ein Teil der Besucher des Kippenrock-Festivals das EM-Spiel Deutschland-Italien verfolgte, tanzten andere Gäste gleich daneben ausgelassen vor der Bühne zur Musik der Bands.

Die Veranstalter hatten auch den Fußballfans entgegenkommen wollen, sagte Heiko Möller, Chef des Kippenrock-Teams: Ansonsten hätte man mit weit weniger Besuchern rechnen müssen.

Einen schweren Stand aber hatten die drei Hamburger Jungs von der Band „Das Pack“. Anfangs konnten sie noch das Interesse der Besucher auf sich ziehen, aber als es zum Elfmeterkrimi kam, da gewann König Fußball doch klar die Oberhand.

Nicht alle Festivalbesucher fanden die Kombination von Fußball und Festival gut. Meik und Flo aus Bad Wildungen sind prädestinierte Festivalgänger und als solche optisch gut auszumachen mit ihrem bunt gefärbten Irokesenhaarschnitt und den Nietenjacken. Die beiden fanden das Zusammenspiel von Festival und Fußball störend.

Sabrina Weis dagegen war da ganz anderer Meinung. Im Deutschlandtrikot verfolgte sie das Spiel, war aber mit den Ohren auch beim Festival dabei. Sie war der Ansicht, dass viele Besucher auch gerade deshalb zum Festival kamen, weil das Spiel gezeigt wurde. Aber sie akzeptierte auch die Meinung der beiden Festivalfans.

Action vor und auf der Bühne sind für den Araber, wie der Festival-Fan aus Nenterode genannt wird, besonders wichtig. Er ist in der Region bei den Festivals stets mit seinen Gehstützen dabei. Damit rockt und tanzt er vor der Bühne mit seinen 69 Jahren.

Einen richtig harten Rockabend aber erlebte Antonio Albano von der Borkener Pizzeria. Er fertigte in seinem Imbisswagen ungezählte Pizzen - ohne Radio und Fernsehen. Und dann verlor die Scuadra Azzura auch noch das Spiel. Aber Toni ist schon so lange in Deutschland, dass er diese Niederlage ganz gelassen hinnahm.

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