Ein Abo für den 66-jährigen Bundestagsabgeordneten

CDU Schwalm-Eder wählte Bernd Siebert in Borken erneut zum Vorsitzenden

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Blumen zur Wiederwahl: Bernd Siebert (rechts) ist beim Parteitag der CDU Schwalm-Eder in seinem Amt als Kreisvorsitzender bestätigt worden. Unser Foto zeigt ihn mit dem CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden und Staatssekretär Mark Weinmeister sowie CDU-Kreisausschussmitglied Veronika Backes.

Borken. Bernd Siebert hat bei der CDU Schwalm-Eder so etwas wie ein Abonnement auf den Parteivorsitz. Mit klarer Mehrheit wurde der Gudensberger am Samstag in Borken in seinem Amt bestätigt.

111 der 118 Delegierten stimmten für den Bundestagsabgeordneten. Das entspricht einem Ergebnis von 94,1 Prozent. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. 

Der 66-Jährige geht ins 29. Jahre als Parteivorsitzender. „Ich bin gesund und fühle mich fit und leistungsfähig“, sagte Siebert nach seiner Wiederwahl. Der ewige Vorsitzende wolle er aber nicht sein, erklärte er im Gespräch mit der HNA. Den geborenen Nachfolger sieht er in Mark Weinmeister, hessischer Staatssekretär und Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. 

Ob er 2017 erneut für den Bundestag kandidieren werde, werde er im Laufe dieses Jahres entscheiden, erklärte Siebert. „Die Tendenz ist, dass ich nochmal antrete, wenn ich mich weiter so fit fühle“, fügte der Gudensberger hinzu. Junge Kräfte sieht Siebert in der Partei dennoch auf dem Vormarsch. So sei es kein Problem gewesen, die Kommunalwahl-Listen mit jungen Leuten zu besetzen, auch im Kreisvorstand sowie bei den Beisitzern im Vorstand zeichne sich eine Verjüngung ab.

Dank einer intensiven Arbeit in der Frauen-Union habe sich auch der Frauenanteil unter den Mitgliedern erhöht. Insgesamt habe man mehr Eintritte als Austritte zu verzeichnen. Etwa 1600 Mitglieder zähle die CDU im Schwalm-Eder-Kreis, in der Jungen Union seien es rund 300. Die deutlich jüngste Teilnehmerin des Parteitags war allerdings Madita Pritsch-Rehm (8), Tochter des Borkener Bürgermeisters, Marcel Pritsch-Rehm. Der neue Verwaltungschef begrüßte die Delegierten des CDU-Parteitags.

Mit Genugtuung stellte Siebert fest, dass die SPD vor 20 Jahren noch 22 Bürgermeister im Landkreis gestellt habe. Heute seien es nur noch acht. In Borken, aber beispielsweise auch in Niedenstein habe man über Parteigrenzen hinweg Kandidaten aus dem bürgerlichen Lager gefunden und damit die Vorherrschaft der Sozialdemokraten gebrochen.

Siebert griff unter anderem die immer wieder geäußerte Kritik der SPD an der Finanzausstattung der Kommunen auf. „Das hat mit der Realität nichts zu tun“, sagte der alte und neue Kreisvorsitzende. Mit dem hessischen Investitionsprogramm und dem neuen Kommunalen Finanzausgleich sei der Spielraum für die Städte und Gemeinden deutlich größer geworden.

Daher sei es richtig, dass jetzt eine Reihe von Bürgermeistern eine weitere Senkung der Kreisumlage gefordert hätten. In Deutschland gebe es mittlerweile 43 Millionen versicherungspflichtig Beschäftigte – so viele wie schon lange nicht mehr. „Darum werden wir im Ausland beneidet. Es gibt keinen Grund miesepetrig zu sein“, sagte er.


Neben Bernd Siebert gehören folgende Mitglieder dem Kreisvorstand an:

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Delegierten Thomas Schmitz (Borken), Carsten Schenk (Schwalmstadt), Dominik Leyh (Malsfeld) und Claudia Ulrich (Homberg). Jürgen Lepper (Neukirchen) wurde Schriftführer, Ulrich Fröhlich-Abrecht (Homberg) Schatzmeister. Als Beisitzer fungieren: Rudolf Amert (Fritzlar), Anna-Maria Bischof (Fritzlar), Christian Brück (Schwalmstadt), Christopher Diehl (Neukirchen), Christian Haß (Homberg), Heinrich Hesse (Borken), Katharina Kothe (Melsungen), Markus Reckziegel (Frielendorf), Claudia Rehs (Malsfeld), Cai Rüffer (Ottrau), Martina Sandrock (Melsungen), Stefan Völker (Willingshausen), Anne Willer (Schwalmstadt) und Silke Böttcher (Felsberg).

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