Schießübung in Kleinenglis: Projektil schlug in Haus ein

Kleinenglis. Bei einer Schießübung in Kleinenglis ist ein Projektil in eine Hauswand eingeschlagen. Ein 54-jähriger Kasseler hatte sich mit einem Bekannten und dessen Tochter am Waldrand des Borkener Stadtteils verabredet.

Als der Mann mit einem Karabiner auf aufgestellte Dosen schoss, schlug ein Projektil in ein Haus an der Kastanienstraße ein. Die Staatsanwaltschaft hat wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein Strafverfahren gegen den Kasseler eingeleitet.

Wie die Kriminalpolizei Homberg erst am Donnerstag mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall bereits am Sonntag um 16 Uhr. Die Schießübungen fanden laut Polizei in einer Entfernung von etwa 120 Metern zum nächsten Wohnhaus statt. Eine 35-jährige Kleinengliserin bemerkte um 16 Uhr einen lauten Knall. Als sie vor dem Haus nachschaute, was passiert war, knallte es ein zweites Mal. Die Frau sah, wie unmittelbar in ihrer Nähe Putz von der Wand ihres Wohnhauses abplatzte. Sie ging sofort ins Haus und rief die Polizei.

Die Beamten machten Zeugen ausfindig, die Hinweise auf ein Auto mit zwei Männern und einer jungen Frau gaben. Das Trio wurde bei seinen Schießübungen am Waldrand beobachtet. Laut Zeugenaussagen hatten sie auf Büchsen geschossen. Weitere Befragungen ergaben, dass der 54-jährige Kasseler allein mit dem Karabiner geschossen hatte. Er wurde festgenommen. Der Mann hatte noch versucht, die Waffe bei einem Bekannten zu verstecken. Sie wurde jedoch von der Polizei gefunden und sichergestellt.

Da der 54-Jährige erkennbar unter Alkoholeinfluss stand, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Nach Angaben der Polizei hatte der Schütze zuvor vermutlich auch Drogen eingenommen. Der Mann wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Kassel am Montag wieder entlassen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, teilte die Polizei abschließend mit.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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