Beschwerden über Facebook

Viel Kritik am Stadtfest Borken: Konzept soll überdacht werden

Kritik am Stadtfest Borken: Bei der Veranstaltung am vergangenen Wochenende in der Bergmannstadt hätten vor allem die Angebote für die Jugendlichen gefehlt, bemängelten viele Kritiker im Netz. Foto:  Zerhau

Borken. Das Borkener Heimatfest vom vergangenen Wochenende stößt im Internet auf viel Kritik. Viele Besucher beschweren sich im sozialen Netzwerk Facebook.

Seitdem das Heimatfest vor einigen Jahren vom Festgelände am Wasserturm in die Innenstadt verlegt wurde, sei es zu einem „Trauerspiel“ geworden, so eine Stimme auf Facebook.

Dort häufen sich die Kommentare - und auch die Kritik. Das Konzept müsse dringend überdacht werden, denn das Heimatfest habe massiv an Zuspruch und Attraktivität verloren, so der Nenner vieler Kritiker: Früher habe es ein wesentlich besseres Angebot für die Besucher gegeben, waren sich die Borkener einig, - vor allem für Jugendliche.

Denn in diesem Jahr gab es außer Kinderkarussells weder einen Autoscooter noch andere Fahrgeschäfte, so dass es für junge Leute kaum Anreize gegeben habe, das Fest zu besuchen. Vermutlich seien die Standgebühren für Händler so hoch gewesen, dass das Borkener Stadtfest keine attraktive Veranstaltung für Schausteller sei, vermutete einer der Schreiber bei Facebook.

Für Marktmeister Berthold Schreiner sind diese Kritiken nicht nachvollziehbar. Die Miete für die Schausteller belaufe sich auf einen Euro pro Quadratmeter Fläche - von überhöhten Gebühren könne da keine Rede sein. Es werde schlicht immer schwieriger, Schausteller zu finden, die Feste auf dem flachen Land ansteuern wollten, denn die seien längst nicht alle finanziell lukrativ. Das sei aber bei weitem kein Phänomen, das nur Borken betreffe.

Eine weitere Hürde seien die hohen Gebühren, die die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) erhebt. Sie belasteten bei allen Festen das Budget extrem. „Man kann so kleine Feste schon fast gar nicht mehr bezahlen“, sagt Schreiner. Auch gerade deshalb müsse dringend über ein neues Konzept nachgedacht werden, sagt Schreiner. „Es muss ein Umdenken stattfinden - in welche Richtung das aber gehen soll, ist noch fraglich“, sagt Schreiner. Auch die Stadt Borken werde in dieser Woche über die künftige Ausrichtung des Stadtfestes sprechen, hieß es am Montag aus dem Rathaus.

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