Erfolg in der Region: Schwalm-Eder-Kreis zählt mehr Touristen

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Wandern bringt den Körper, aber auch die Gefühle in Bewegung: Touristiker sollten Wandern mit mehr Emotionen verbinden, hieß es bei der Mitgliederversammlung des Kurhessischen Berglandes. Dafür muss man nicht ins Vorgebirge des Himalaya reisen, so wie hier am Bild.

Schwalm-Eder. Der Tourismus im Schwalm-Eder-Kreis hat kräftig zugelegt. Die Zahlen belegen es: In diesem Jahr kamen 8,7 Prozent mehr Gäste in den Kreis als im Vorjahr.

Die Statistik weist für die ersten acht Monate des zu Ende gehenden Jahres 4,4 Prozent mehr Übernachtungen aus. Dies gab der Geschäftsführer des Kurhessischen Berglandes Rainer Geisel in der Mitgliederversammlung mit anschließender Tourismuskonferenz bekannt.

Der gute und lange Sommer könne dabei durchaus eine Rolle gespielt haben, sagte Ralf Geisel.

Den wesentlichen Grund für die gute Zahlen aber sieht er im Erfolg einzelner Betriebe, sagte Geisel.

Erfolg in der Region

• In Borken beispielsweise laufe das Hotel am Stadtpark wieder sehr gut: Dort sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 53,1 Prozent bei den Gästen zu verzeichnen. • Bad Zwesten weise einen Zuwachs von 6,8 Prozent aus, was auf die gute Belegung der Hardtwald-Kliniken zurück zu führen sei. • In Niedenstein dagegen gab es einen starken Rückgang von minus 21 Prozent. Der dortige Ferienpark Sauer fiel aus der Statistik heraus, weil dort nun Flüchtlinge untergebracht sind. • In Melsungen lief es mit 37,4 Prozent deutlich besser als noch von Januar bis August 2014. Damals brachen die Zahlen auch deshalb ein, weil die Jugendherberge geschlossen wurde. In diesem Jahr aber könne man durchaus von einer allgemeinen Zunahme des Tourismus sprechen, sagte Geisel.

Natur ist Trumpf

Beliebt sei der Schwalm-Eder-Kreis vor allem für naturnahen Urlaub. „75 Prozent der Gäste kommen wegen der Landschaft und der Natur zu uns“, sagte Ralf Geisel. Der Wander- und Radtourismus spielte im Landkreis die Hauptrolle.

Infrastruktur stärken

Deshalb sei es wichtig, die Infrastruktur zu stärken und mit den Trends zu gehen, betonte Landrat Winfried Becker: „Die Menschen wollen mehr als nur wandern“, sagte er. Der Erlebniswert an der Wanderstrecke spiele eine immer größere Rolle. Dazu gehörten gute Einkehrmöglichkeiten und Unterhaltungsangebote. Daher müsse man die Qualität der Wanderwege stärken, aber auch die Region besser vermarkten.

Im Landkreis sollen nun auch mehr Wander-Parkplätze entstehen. An den Straßen sollen Schilder auf die Wandermöglichkeiten hinweisen. „Das ist ohne großen Aufwand möglich“, erklärte Landrat Winfried Becker. Vorhandene Wanderwege sollen dafür genutzt werden. Drei solcher Plätze entstehen gerade in Knüllwald.

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