Familienzentrum Fritzlar deckte Kinder aus Weißrussland mit Kleidung, Schuhen, Ranzen und Spielsachen ein

Volle Taschen: Die Kinder aus Stolin durften alles mitnehmen, was sie wollten. Zweite von links Mona Uchtmann-Haubrich (FaFritz), rechts Joachim Jerosch (Partnerschaftsverein). Foto: Braun,Metzger

Fritzlar. Drunter und drüber ging es beim Besuch der Kinder aus Stolin beim Frauen- und Familienzentrum in Fritzlar, „FaFritz". Erst runter in die Kleiderkammer des gemeinnützigen Vereins und dann drüber mit den vielen Röcken und Hosen, die die Kinder anprobieren und mitnehmen durften.

Für die Acht- bis Zwölfjährigen endet am heutigen Donnerstag ein dreieinhalb-wöchiger Erholungsurlaub in Homberg. Zum Abschluss durften sie deshalb ins FaFritz und sich dort mit Kleidung, Schuhen, Schulranzen und Spielsachen eindecken. Während es die Jungs eher auf Fußball-Trikots und passende Schuhe abgesehen hatten, standen für die Mädchen zwei Utensilien im Vordergrund: Bademode und Handtaschen.

Besonders hatten es den 20 Kindern die Plüschtiere angetan. Und sie dachten auch an ihre Geschwister, für die sie ebenfalls Kleidung einpacken durften. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die Kinder freuen“, sagte Mona Uchtmann-Haubrich, Vorsitzende des Vereins.

Das FaFritz arbeitet seit einigen Jahren mit dem Partnerschaftsverein Homberg-Stolin zusammen. Das fünfte Jahr in Folge war der Vorsitzende, Joachim Jerosch, nun mit einer Gruppe Stolin-Kinder und deren vier Betreuern beim FaFritz. Der Partnerschaftsverein Homberg-Stolin lädt jedes Jahr Kinder aus einkommensschwachen Familien zu einem Erholungsaufenthalt in die Kreisstadt ein. Diesmal waren besonders viele Achtjährige dabei.

Beim FaFritz hatten sie eine Kleiderauswahl bis zur Größe 1,80 Meter. Aber nicht nur die Kinder aus Stolin dürfen sich bei der Organisation einkleiden. Neben der Tschernobyl-Hilfe unterstützt das FaFritz auch noch die Rumänien-Hilfe und ein privates Projekt in Afrika. In Fritzlar sind 180 Familien aus Nordhessen in der Kartei der Organisation registriert. Sie können in der Kleiderkammer nach Kinderkleidung schauen.

Über zu wenige Spenden kann sich der Verein nicht beschweren: „Aber leider sind rund zehn Prozent der Kleidung und Schuhe in einem schlechten Zustand. In kaputter oder verschmutzter Kleidung möchte niemand herumlaufen“, sagt Uchtmann-Haubrich. Sie bittet darum, nur gut erhaltene, saubere Kleidung zu spenden. Davon gab es zum Glück genug für die Weißrussen. Die Kinder verabschiedeten sich bepackt und voller Freude von den ehrenamtlichen Helferinnen.

Von Lukas Metzger und Lukas Braun

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