Fulminanter Sesssionauftakt der Interessengemeinschaft Karneval Nordhessen

Flotte Beine – freche Reden

Fesch: Der Showtanz der Tänzerinnen aus Borken brachte Hüttengaudi und eine Portion Alpenstimmung auf die Bühne.

Besse. Schuhcreme ins Gesicht, Tomatenmark auf die Lippen, ein paar Spritzer duftendes Maggie an den Hals und kurz mit der Klobürste durch das Haar gekämmt – fertig ist das Styling eines „Dorftrottels“. Diese Absurditäten zeigte der Carneval Club Fürstenhagen am Samstag in der Bilsteinhalle in Besse.

Dort hatten die Karnevalsgemeinschaft Holzhausen/ Hahn (KGH) und der Carneval-Club-Besse (CCB) zur Eröffnungssitzung der Interessengemeinschaft Karneval Nordhessen (IKN) eingeladen. Zum ersten Mal richteten zwei Vereine die Veranstaltung aus. „Ich bin überwältigt von dem Zuspruch, der dieser Sitzung entgegen gebracht wird“, freute sich der IKN Vorsitzende Jürgen Möller über die 700 Gäste im Saal.

30-Punkte-Programm

„Jeder, der heute Abend nicht dabei ist, wird etwas verpassen“, ahnte er vor dem Beginn der 30 Programmpunkte, durch die Horst Hübler (KGH) und Torsten Peter (CCB) führten. 20 Vereine der IKN hatten ein Programm aus Show, Tanz und Witz zusammengestellt.

Die Prinzengarde der KGH läutete den Abend mit einem flotten Marschtanz ein und begeisterte in der liebevoll blau-silber geschmückten Halle.

Marsch- und Gardetänze zeigte unter anderem die Juniorengarde der Großenritter Carnevals Gemeinschaft (GCG). Mariechen Laura Diehl (F.K.G. „Die Edelnarren“) überzeugte mit schnellen Beinen und glanzvoller Turnbalance.

Auch die Büttenreden kamen nicht zu kurz: Franz Pyszko (Niestetaler Carneval Club) berichtete über „seine Scheidung“ und hatte neben seinem rot-braun karierten Trolley auch einige Lacher im Gepäck. So erklärte er, was man unter einer „Glühwürmchenehe“ verstehe: „Nachdem die Glut erloschen war, war nur noch der Wurm drin.“

Zündende Büttenreden

Ralf Schelke (CCB) erzählte Alltagswahrheiten aus seinem Leben und Sachsenbäcker Matthias Göhler plauderte auch schon einmal Krankheiten seines Freundes Willi aus. „Nach einem Arztbesuch sagte er, dass er eine Organverschiebung habe – seine Leber sei im A...,“ erzählte er.

Besonders viel Applaus ernteten die zahlreichen Showtänze. Die Närrische Elf Fritzlar verwandelte die Halle für einen Moment in ein Kriegsgebiet. Bombenalarm und Hubschraubergeräusche im abgedunkelten Saal lösten fast schon ein mulmiges Gefühl aus.

Für ausgelassene Stimmung sorgten die Hölle Lerchen vom Rothwestener Carneval Club. Spätestens als die sechs bunt gekleideten Herren die geforderte Zugabe „Viva Colonia“ anstimmten, hielt es nur noch wenige auf den Stühlen. Witzige Sketche und das Männerballett „Die Traumtänzer“ (CCB) rundeten den Abend ab.

Von Carolin Hartung

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