50 Jahre Krankenpflegeschule in Fritzlar

Früher hießen sie alle "Schwester"

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Mit traditioneller Schwesterntracht: So wie hier bei einem der ersten Kurse, waren die Schülerinnen in der Krankenpflegeschule im Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist gekleidet.

Fritzlar. Grund zum Feiern gibt es am Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar. Die Krankenpflegeschule feiert das 50-jährige Bestehen mit aktuellen und ehemaligen Schülerinnen.

In der alten Cafeteria gibt es am Freitag, 14. Oktober einen Festakt. Im Anschluss lädt das Hospital ab 18 Uhr zu einem Tag der Begegnung ein - zum Schwelgen in alten Zeiten.

Der Start 

Am 1. Oktober 1966 wurde die Schule für Krankenpflegehilfe am Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar gegründet. Pflege galt damals als Heilhilfsberuf bei dem es galt, dem Arzt zu assisitieren, der Verantwortungsbereich war damals wesentlich geringer als heute. Heute ist Pflege längst eine eigene Profession geworden. Den ersten Ausbildungskurs in der Krankenpflegehilfe startete unter Leitung von Schwester Norberta von Orden der Barmherzigen Schwestern, er war zunächst noch mit neun Schülerinnen besetzt - am darauffolgende Ausbildungskurs nahmen bereits vierzehn Schülerinnen teil. Insgesamt wurden von der Gründung der Schule bis zum heutigen Tag 456 Fachleute in Sachen Pflege ausgebildet.   

Am 1. Oktober 1990 erfolgte die Erweiterung der staatlichen Anerkennung auf 30 Ausbildungsplätze, verteilt auf zwei Ausbildungskurse. Die Anzahl der Ausbildungsplätze am Hospital hat bis heute Bestand.

Das Team der Krankenpflegeschule feiert 50-jähriges Jubiläum.

Schulleitungen 

Nach Schwester Franziska Regis, die auf die 1969 verstorbene Schwester Norberta folgte, waren Lothar Urbas, Erika Lehmann, Detlef Knobloch, Ellen Triebfirst und Bettina Flach mit der Schulleitung betraut. Danach übernahm Jutta Dressler die Leitung, ihr folgte bis heute Swen Greiner als Schulleiter. Das aktuelle Kollegium im Jubiläumsjahr besteht aus Swen Greiner, Lehrer für Pflegeberufe, Jutta Dressler und Bärbel Hamenstädt. 1980 startete erstmals die dreijährige Krankenpflegeausbildung, heute gibt es 30 Ausbildungsplätze.

Die Ausbildung 

Zu Beginn der Ausbildung steht ein neunwöchiger Theorieblock auf dem Programm. Ab der zehnten Woche beginnt die praktische Ausbildung auf den Stationen. Dazu kommen Ausseneinsätze in der Psychatrie in Merxhausen und in der ambulanten Versorgung in Fritzlar sowie in der Altenpflege im Seniorenstift St. Elisabeth. Ab Mitte der Ausbildung werden die Ausbildungsthemen spezifiziert. Dann geht die Arbeit mehr ins Detail.

Der Abschluss der Ausbildung ist die staatliche Prüfung am Hospital mit dem Ziel examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Bewerber brauchen mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss sowie die nachgewiesene gesundheitliche Eignung.

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