Keine Angst vorm Winter: 20 Reisemobilisten besuchten Fritzlar

Gruppenfoto vor der Wagenburg im Hintergrund: Wohnmobilisten aus ganz Deutschland besuchten am Wochenende Fritzlar, um dort die Stadt und den Weihnachtsmarkt zu erkunden. Foto: Zerhau

Fritzlar. Eine ungewöhnliche Anfrage haben Marlies und Harald Kurze für ihren Wohnmobilplatz in den Fritzlarer Ederauen erhalten: 20 Wohnmobilisten wollten das erste Dezemberwochenende dort verbringen.

Bei den Camperfreunden aus ganz Deutschland, die da null Angst vor niedrigen Temperaturen haben, handelt es sich um die „Giottiline Camper Group“. Sie benennen sich nach den Wohnmobilen des italienischen Mobilbauers Giotti, die sie alle lieben und fahren. Und auch wenn sie aus dem ganzen Land kommen, ist die Kommunikation untereinander heutzutage auch über die Entfernung hinweg einfach: Per Facebook bleiben die Giottiliner in Kontakt.

Ideengeber für das Winter-Wochenende war Herbert Faupel aus Fritzlar. Er organisierte auch den Stellplatz, auf dem alle Camper viel Platz fanden. Selbstverständlich ist es allerdings nicht: Marlies und Harald Kurze, die seit dem 1. Juni den Stellplatz in den Ederauen führen, hatten ihn eigentlich auch über den Winter hin dicht machen wollen. Doch für die Giottiliner machten sie eine Ausnahme: Sie stellten den Strom wieder an und die Mülltonnen wieder auf und hießen die Winterfahrer willkommen.

Und wo der Platz schon einmal offen war, fanden sich noch andere Wohnmobilisten ein: Tatsächlich rollten noch weitere Fahrzeuge vor, die gar nicht zur Gruppe gehörten. Marlies Kurze verwundert das nicht: „Es gibt viele Camper, die ihr Fahrzeug das ganze Jahr über angemeldet haben, um damit auch Weihnachtsmärkte besuchen zu können.“

Den in Fritzlar fanden die Camper super. Sie waren von Markt, Stadt und Platz sehr angetan. Als sehr angenehm empfanden sie auch, dass sie nach dem Besuch des Weihnachtsmarktes im Schützenhaus noch einen gemütlichen Abend verbringen konnten.

Eines sei schon bei der Abreise klar gewesen, sagt Herbert Faupel: Die Wohnmobilisten wollen alle wiederkommen. Nicht nur zum nächsten Weihnachtsmarkt. Sondern gerne auch schon im Sommer.

Der Stellplatz in den Fritzlarer Ederauen wurde am 1. Juni dieses Jahres eingeweiht - und stieß auf erstaunliche Resonanz: Mehr als 450 Übernachtungen haben Betreiber Harald und Marlies Kurze gezählt, eine gute Zahl in Anbetracht der nicht vollständigen Saison. 450 Übernachtungen entsprechen mindestens 900 Gästen, die Fritzlar im vergangenen Sommer hinzugewonnen hat - und die die Gastronomie und den Handel meist sehr belebten.

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