1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Fritzlar

Video: AKW Würgasse - Rückbau noch bis 2028

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Thiele

Kommentare

Hofgeismar/Würgassen. Der Abbau des vor 20 Jahren abgeschalteten und 1995 offiziell stillgelegten Atomkraftwerkes (AKW) Würgassen wird voraussichtlich noch bis 2028 und damit insgesamt fast 30 Jahre dauern.

Der Rückbau, so wird die Entfernung aller radioaktiv belasteten Einbauten und Baumaterialien genannt, wird zwar nach 17 Jahren Dauer in diesem Sommer abgeschlossen. Doch weil das Endlager im Schacht Konrad noch nicht in Betrieb ist, wird sich der endgültige Abbau der Gebäude in Würgassen noch um viele Jahre verzögern, da sie weiterhin als Zwischenlager für radioaktive Abfälle benötigt werden. Das verdeutlichte der Leiter der Anlage der Eon Kernkraft GmbH, Manfred Winnefeld, im Gespräch mit der HNA.

Innenansichten aus dem AKW

Ursprünglich war bei der Vorstellung des Rückbaukonzeptes von einer zwölfjährigen Baumaßnahme bis zur „grünen Wiese“ die Rede. Aus den zwölf Jahren sind jetzt schon 17 geworden und von grüner Wiese ist auch nicht mehr die Rede - der Kraftwerksstandort wird auch weiterhin als solcher genutzt und nicht als Kuhweide. Welche Art von Kraftwerk dort entsteht, ist aber noch völlig offen. Bis der alte Bau abgetragen ist (für den Abriss des Reaktorgebäudes und der Maschinenhalle mit ihren dicken Betonmauern und -fundamenten wird etwa ein Jahr kalkuliert) haben sich schon wieder völlig neue Energietechniken etabliert.

Derzeit sind etwa 440 Personen in der Anlage beschäftigt, die bis auf die fehlenden Kühltürme von weitem fast noch so aussieht wie zu Betriebszeiten. Auch der Parkplatz ist täglich fast voll belegt. Ab 2015 werden noch 40 Personen tätig sein, danach noch eine Handvoll Leute. Arbeit liefert das Kraftwerk auf jeden Fall genug - auch noch weit über das Betriebsende hinaus.

Mehr in der gedruckten Ausgabe der Hofgeismarer Allgemeinen

Von Thomas Thiele

Auch interessant

Kommentare