Fritzlarer Womo-Stellplatz am Grauen Turm kommt gut an

Bei Urlaubern beliebt: Mit dem Wohnmobilstellplatz am Grauen Turm in Fritzlar hat die Stadt im vergangenen Jahr 9812 Euro eingenommen. Archivfoto: privat

Fritzlar. Der Wohnmobilplatz am Grauen Turm in Fritzlar wird weiter gut angenommen. Die Kosten des Ausbaus werden sich bald gerechnet haben.

„Die Stadt Fritzlar hat eine erfreuliche Bilanz gezogen“, sagt Dr. Ulrich Skubella. Auf dem Wohnmobilstellplatz wurden im vergangenen Jahr 9812 Euro eingenommen. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber 2014. Damals waren 8719 Euro zusammengekommen. Seitdem der Stellplatz im Jahr 2012 an den Start gegangen ist, wurden 31 031 Euro verbucht.

„Das ist nicht ganz die Summe, die die Einrichtung des Stellplatzes gekostet hat, aber im diesem Jahre werden sich die Investitionen amortisiert haben“, ist sich der Vorsitzende von Pro Fritzlar sicher. Die Stadt hatte damals 40 000 Euro ausgegeben, um die Situation für Wohnmobile zu verbessern. „Eine Amortisierung in fünf Jahren ist eine kurze Zeitspanne. Da kann man nicht meckern“, freut sich Skubella.

Zehn Stellplätze

Zehn Stellplätze für Wohnmobile stehen direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer zur Verfügung. An dem Wohnmobilstellplatz gibt es neben einer Ver- und Entsorgungsstation, Stromanschlüssen, Mülleimern und Glascontainern auch öffentliche Toiletten. Kurzparker zahlen bis zwei Stunden zwei Euro. Wer zwischen vier und 24 Stunden sein Wohnmobil am Grauen Turm abstellt, muss sieben Euro zahlen.

Die Einrichtung des Wohnmobilstellplatzes sei eine sehr gute Entscheidung gewesen, schreibt Skubella. Schließlich würden die Mobilisten in der Stadt viel Geld ausgeben. Die Restaurants und die Geschäftsleute nähmen das durchaus wahr. Die zunehmende Akzeptanz des Platzes sei auch deshalb erfreulich, weil es Störfaktoren gibt. „Da sind zum einen Jugendliche, die sich spätabends auf dem Zimmerplatz versammeln und dann ihre Radios bis zum Anschlag aufdrehen und die Wohnmobilisten nicht schlafen lassen“, stellt Skubella fest.

Fehlender Respekt

Zum anderen würden die Stellplätze vielfach von Autofahrern, die einen Parkplatz suchen, nicht respektiert. „Es gefällt Wohnmobilisten natürlich gar nicht, dass sie aus einem solchen Grund weiterfahren müssen“, sagt der Pro Fritzlar-Vorsitzende. Immer wieder kommt es vor, dass Wohnmobile von Autos so zugeparkt werden, dass sie nicht weiterfahren können. Skubella hofft, dass das alles „Kinderkrankheiten sind, die sich noch auswachsen“.

Von Anke Laumann

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