Giftgas: Staatsanwalt nahm Ermittlungen auf

    • aHR0cDovL3d3dy5obmEuZGUvbG9rYWxlcy9mcml0emxhci1ob21iZXJnL2dpZnRnYXMtc3RhYXRzYW53YWx0LW5haG0tZXJtaXR0bHVuZ2VuLTExMjcyMzEuaHRtbA==1127231Giftunfall: Zahl der Verletzten auf 53 gestiegen - Staatsanwalt ermittelt0true
    • 17.02.11
    • Fritzlar-Homberg
    • 25
    • Drucken
    • T+T-

Giftunfall: Zahl der Verletzten auf 53 gestiegen - Staatsanwalt ermittelt

    • recommendbutton_count100
    • 50

Homberg. Nach dem Giftgasunfall in Homberg gerät die Speditition selbst unter Druck: Nach Angaben des zuständigen Bauaufsichtsleiters verfügte das Logistik-Unternehmen CTL baurechtlich nicht über eine Genehmigung als Umschlaghalle für Gefahrgut.

Das Homberger Logistik-Unternehmen CTL habe im Bauverfahren lediglich eine Genehmigung für eine Umschlaghalle für Stückgut beantragt, so Thomas Horn, Leiter der Bauaufsicht beim Schwalm-Eder-Kreis. „Gefahrgut war dabei nicht eingeschlossen. Wäre dies bekannt gewesen, hätte es Einfluss auf die baurechtliche und brandschutzrechtliche Bewertung gehabt.“

aktualisiert um 16.20 Uhr

Wie dieser Sachverhalt einzuschätzen sei, müsse in einem Ermittlungsverfahren bewertet werden. Eine Konsequenz, die die Kreisbauaufsicht ziehen wird: Alle Betreiber von ähnlichen Stückgut-Umschlagplätzen sollen angeschrieben und darauf hingewiesen werden, dass sie ihre Baugenehmigung anpassen müssen, wenn sie Gefahrgut umschlagen. Im Einzelfall könne das auch bauliche Veränderungen zur Folge haben. Wie viele solcher Betriebe es im Schwalm-Eder-Kreis gibt, konnte Horn nicht sagen.

Die Zahl der Verletzten stieg am Donnerstagmorgen weiter. 53 Menschen, die vor allem über Atemwegsreizungen und Schwindelgefühl klagten, seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete die Polizei.

Unter anderem haben sich inzwischen auch zwölf Feuerwehrleute aus Felsberg krank gemeldet, die in der Nacht zu Mittwoch bei dem Giftgasunfall im Einsatz waren.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei liegen in keinem der Fälle lebensbedrohliche Verletzungen vor.

Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft habe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, berichtete Polizei-Pressesprecher Reinhard Giesa. Der Tatbestand, der untersucht werden soll, lautet: Schwere Gefährdung durch Freisetzung von Giften. Geklärt werden solle, wer für den Unfall auf dem Gelände des Logistik-Unternehmens CTL verantwortlich ist.

Eingeschaltet haben sich auch das Amt für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik beim Regierungspräsidium sowie die Berufsgenossenschaft.

Unterdessen hat die Polizei aber auch Entwarnung gegeben. Am Donnerstagnachmittag habe ein Mitarbeiter einer Fachfirma aus Frankfurt Luftmessungen auf dem Gelände und in der Halle der Firma CTL vorgenommen. Dabei sei kein Gas mehr feststellbar gewesen. Das gelte auch für die Luft in der Halle, wo das Fass zunächst gelagert war.

Im Außenbereich seien Wischproben von Fahrzeugen genommen worden. Sie wiesen nach Untersuchung beim Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie in Kassel keine Kontamination aus, teilte die Polizei mit. Das beschädigte Fass sei gesichert worden.

Beim Homberger Logistiker Cargo Trans Logistik (CTL) sollten in der Nacht zu Mittwoch zwei Fässer mit der Substanz Phenylmercaptan umgeladen werden. Das teilte am Donnerstag die Polizei mit. Einer der 200-Liter-Behälter war vermutlich mit einem Gabelstapler beschädigt worden. Beide Fässer sollen nun von einem Entsorgungsunternehmen zur Hessischen Industriemüll GmbH transportiert und dort vernichtet werden, teilte Polizei-Pressesprecher Reinhard Giesa mit.

In der Halle sei nur noch ein kleiner Teil gesperrt. Dort befänden sich noch kleine Flecke des Stoffes Phenylmercaptan. Sie sollen durch eine Fachfirma beseitigt werden. In den anderen Bereichen werde wieder gearbeitet, erklärte Giesa. Die Lkw-Fahrer sind wieder unterwegs. Die Fahrzeuge mussten nicht dekontaminiert werden.

zurück zur Übersicht: Fritzlar-Homberg

Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

Fritzlar-Homberg aktuell

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.