Bürgerforum in Gudensberg: Frische Ideen für die Stadt

Sie war die einzige Jugendliche beim Bürgerforum: Elisa Weinhold. Sie sammelte Ideen, die vor allem für Kinder und Jugendliche von Interesse sind. Foto: Eberlein
+
Sie war die einzige Jugendliche beim Bürgerforum: Elisa Weinhold. Sie sammelte Ideen, die vor allem für Kinder und Jugendliche von Interesse sind.

Gudensberg. 50 Einwohner der Stadt Gudensberg haben sich am Samstag zum zweiten Bürgerforum getroffen. Die Teilnehmer waren aufgerufen, sich über verschiedene Themen Gedanken zu machen.

Aufgeteilt in Arbeitsgruppen, wurde den ganzen Nachmittag bis zum frühen Abend über die Innenstadtbelebung, den Viehmarkt, die Gestaltung von Freizeitangeboten und des Jugendzentrums, Soziales und Integration, sowie über Kultur, Kunst und Bildung gesprochen. Aus Mangel an Mitarbeitenden kam die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Bereich „Geschichtserlebnis und Naherholung“ beschäftigen sollte, nicht zustande.

„So gut, wie die Bürger selbst, kann niemand von außen die Zukunft und Lebensqualität von Gudensberg planen“, sagte Bürgermeister Frank Börner am Wochenende. Er war begeistert von den vielen Ergebnissen, die sich am Ende des kreativen Nachmittages zeigten. Dabei kam es nicht darauf an, nur Vorschläge zu machen, die schnell und kostengünstig in die Tat umzusetzen wären. Der Fantasie durfte freien Lauf gelassen werden, so Börner, denn auch daraus ließen sich oft Anregungen ziehen, auf die man sonst gar nicht gekommen wäre. Und so kamen auch provokative Ideen, wie zum Beispiel das Abreißen alter Gebäude in der Innen- und Altstadt, auf den Tisch, um neue Gebäude oder Parkplätze zu schaffen.

Die schöne Gudensberger Altstadt, die von Bürgermeister Börner als Schatzkästchen bezeichnet wurde, ist nur dann ein solches, wenn man sie richtig zu nutzen weiß. Die mancherorts hohe Zahl an leer stehenden Gebäuden, trägt schließlich weder zur Innenstadtbelebung, noch zu höheren Touristenzahlen bei. Abreißen komme natürlich nicht in Frage, so Bürgermeister Börner, doch auch er sei sich der Problematik des Leerstandes bewusst.

Auf das Fehlen von Freizeit- und Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche über 13 Jahre machte die einzige jugendliche Beteiligte aufmerksam. Elisa Weinhold (13) stellte den Vorschlag für eine Gudensberg-App vor, die auch bei den anderen Arbeitsgruppen auf große Zustimmung traf. Information und Werbung zum Angebot der Stadt, die auch über die Ortsgrenzen hinaus wirkt, sahen alle als notwendig an.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.