Zwölf Verletzte, Polizei ermittelt

Nach dem Brand in Gudensberg: Ein Bild der Zerstörung

Gudensberg. Ein Bild der Zerstörung bot sich am Dienstagmorgen in der Altstadt: Von dem Fachwerkhaus am Renthof hatte der Großbrand nur Schuttberge und eine Ruine hinterlassen.

Aus der Ruine qualmte es selbst am Dienstag noch. Zwölf Menschen waren durch das Feuer und beim Versuch, den Flammen zu entkommen, verletzt worden, fünf davon offenbar schwer. Zumindest von Knochenbrüchen war die Rede, da einige Bewohner wohl aus den Fenstern auf die Straße gesprungen waren, um sich zu retten.

Zuletzt aktualisiert um 16.35 Uhr. 

„Wir haben bisher noch keine Meldung über vermisste Personen, daher hoffen wir, dass niemand mehr in dem Haus war“, sagte Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner, der am Vormittag mit der Einsatzleitung von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk vor Ort war und sich ein Bild von der Lage machte.

Wie viele Personen sich tatsächlich im Haus aufgehalten hatten, war schwer festzustellen. Die Rede war zunächst von 30 bis 40 Bewohnern. Es handelte sich teilweise um Mitarbeiter des Geflügelschlachtbetriebes Plukon in Gudensberg und Subunternehmen mit Familien, viele aus Bulgarien und Rumänien.

Video: Fachwerkhaus stürzt ein

Gudensberg Am Renthof 1

Haus eingestürzt!

Posted by Patrick Kahlhöfer on Montag, 19. Oktober 2015

 

Fast alle Bewohner des zerstörten Hauses, die jetzt keine Bleibe mehr haben, seien bei Bekannten, Freunden und Kollegen untergekommen, sagte Börner. Das DRK hatte vorsorglich im Bürgerhaus eine Notunterkunft eingerichtet, die jedoch nur von fünf Personen in den Nachtstunden genutzt wurde. „Wir kümmern uns um andere Unterkünfte und stellen den Betroffenen finanzielle Hilfe zur Verfügung“, versprach Börner.

Die Brandursachenermittlung werde den Tag über andauern, hieß es. Zunächst müsse man sicherstellen, dass durch die Ruine niemand gefährdet werde, sagte ein Sprecher.

Ehrenamtsbörse sucht Spenden für Brandopfer

Die Ehrenamtsbörse in Gudensberg sammelt Spenden für die Menschen, die von der Brandkatastrophe in der Altstadt betroffen sind. „Es hat sich kurzfristig die Möglichkeit ergeben, dass wir einen Raum erhalten haben für eine Kleiderkammer“, schreibt Jochem Hamacher.

Spenden, bevorzugt Kleidung, können Dienstag und Mittwoch von 12 bis 18 Uhr im Raum des ehemaligen Boxcamps in der Rathausgasse, neben der Post, abgegeben werden.

Am Tag nach dem Brand in Gudensberg

Haus in Gudensberger Innenstadt brennt nieder

Hier ist die Unglücksstelle

Rubriklistenbild: © HNA/Zerhau

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