13,5 Kilometer Kanalisation müssen saniert werden

Abwasserkonzept für Homberg in Planung: Zehn Millionen Euro in zehn Jahren

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Sie kostet auch künftig viele Millionen: Die Abwasserentsorgung der Stadt Homberg und ihrer Stadtteile ist das teuerste Projekt der Kreisstadt gewesen und wird es auch in den kommenden Jahren bleiben. Das Ingenieurbüro Unger stellte den Stadtverordneten am Donnerstag erste Überlegungen und Berechnungen für ein langfristiges Konzept vor.

Homberg. Für nichts wurde in Homberg in den vergangenen Jahren soviel Geld ausgegeben wie für die Abwasserreinigung, sprich den Bau und die Erhaltung des Kanalnetzes und die Klärung der Abwässer.

Und das wird voraussichtlich auch die nächsten Jahre weiter so bleiben. Die Fachleute rechnen mit acht bis zehn Millionen Euro Kosten bis 2026.

Das betonte Bürgermeister Dr. Nico Ritz in der Stadtverordnetenversammlung, die am Freitagabend im DGH Holzhausen tagte. Da das Sofortprogramm des Landes mit dem Jahr 2016 ende und es ab 2017 keine Zuschüsse für Kanalbau mehr gebe, müsse man sich jetzt Gedanken um ein Abwasserkonzept machen. Denn die Kanalsanierung und der Neubau müssten weitergehen. „Das ist erst der Beginn der Diskussion“, sagte Ritz.

Peter Capitain und Uwe Nothnagel von der Firma Unger-Ingenieure informierten in einem umfangreichen Vortrag über die Situation. Danach sieht es so aus: 

• die bisherige Landesförderung war an Bedingungen geknüpft, die jetzt entfallen, die Stadt kann selbst entscheiden, wo sie aktiv wird 

• Schwerpunkt der weiteren Kanalbauarbeiten werden die Kernstadt Homberg mit Holzhausen und Mühlhausen sein, dazu Caßdorf und Hülsa.

Es gehe jetzt darum, betonten beide Ingenieure, dass der Finanzbedarf sowie der Zeitrahmen der Arbeiten und die sinnvolle Reihenfolge festgelegt werden müssten.

Insgesamt haben die bisherigen Untersuchungen ergeben, dass 13,5 Kilometer Kanalisation im Gebiet der Stadt Homberg saniert werden müssen. Zunächst wäre nach diesen Vorgaben der Start der Arbeiten im Bereich des Bahnhofsgebietes (2017), danach die Innenstadt, 2019 Holzhausen, 2020 die Altstadt, dann der Osterbach, danach die anderen Stadtteile, beginnend mit Caßdorf. Auch die Hausanschlüsse müssten untersucht werden, hieß es.

Alles zusammen ergibt danach ein Finanzbedarf von 9,1 Mio. Euro, ohne Straßenbau. Für den Straßenbau wäre ein Straßenkataster wichtig, in dem ebenfalls die Prioritäten für eine Sanierung festgelegt werden sollte, um die Arbeiten abzustimmen.

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