Berufsschüler in Homberg bekommen kostenlose Parkplätze

Homberg. Bis zu sechs Euro am Tag: So viel müssen Autofahrer in Homberg ab Montag, 1. Februar, bezahlen, wenn sie auf einem der dann kostenpflichtigen Parkplätze ihren Wagen abstellen.

Die 14 Automaten der Stadt decken die Parkplätze an folgenden Orten ab: Hans-Staden-Allee, Bergstraße, Holzhäuser Straße inklusive des Awo-Parkplatzes, Parkstraße, Wallstraße, Untergasse und am Parkplatz Pulverturm.

Die neuen Gebühren hatten im Vorfeld zu Protesten von Berufsschülern und den Schülern der Awo-Altenpflege geführt. Das Tagesticket wie auch die 120 Euro für den Jahresparkausweis seien für die Schüler nicht erschwinglich gewesen, sagt Maren Hainmüller, die als Schülerin der Awo-Altenpflegeschule mit 600 Euro im Monat auskommen muss.

Ausweichen zu Asklepios

Bürgermeister Dr. Nico Ritz hatte den Schülern kostenlose Ausweichparkplätze zugesagt. Diese befinden sich auf dem Gelände der Asklepios-Klinik. Die Verhandlungen seien auf einem guten Weg, berichtet Ritz. „Von Asklepios haben wir eine mündliche Zusage, dass die Schüler die Krankenhausparkplätze kostenlos nutzen können“, sagt er.

Bis zum Abschluss der Gespräche sollen die Parkplätze am Reithausplatz und der Hans-Staden-Allee als Ausweichflächen dienen.

Übergangsparkplätze gratis

Davon profitieren nicht nur die Schüler: „Die Parkgebühren auf dem Reithausplatz und der Hans-Staden-Allee werden wir erst im Laufe des Februar erheben, wenn die Parkplätze am ehemaligen Krankenhaus gesichert sind“, so Ritz. Bis dahin sei das Parken dort für alle Autofahrer kostenfrei.

Zehn Minuten Fußweg liegen zwischen den Schulen und den kostenlosen Parkplätzen auf dem Krankenhausgelände. Wer näher an den Schulen parken wolle, könne alternativ zum Jahresausweis auch ein Monatsticket für 10 Euro lösen, sagt Ritz. „Die kürzere Laufzeit der Parkausweise ist für die Schüler sinnvoll, weil viele nur wenige für Wochen im Jahr zum Blockunterricht nach Homberg kommen.“ Das Monatsticket stehe auch anderen Autofahrern zur Verfügung.

Die Schüler sind zufrieden mit der Lösung der Stadt. „Das war für uns definitiv ein guter Kompromiss“, sagt Hainmüller.

Rubriklistenbild: © dpa

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