„Es ging um einen Trennungsstreit“

Bombenalarm: Kreisverwaltung in Homberg wurde evakuiert

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Gesperrt: Die Parkstraße zur Kreisverwaltung wurde gesperrt.

Homberg. Bombenalarm in der Kreisverwaltung in Homberg: Eine im Jugendamt abgestellte Tasche sorgte dafür, dass die Kreisverwaltung geräumt und 200 Mitarbeiter evakuiert wurden.

Aktualisiert um 14.10 Uhr

Eine im Jugendamt abgestellte, größere Tasche sorgte am Freitagmorgen um 10.45 Uhr dafür, dass die Kreisverwaltung geräumt und etwa 200 Mitarbeiter evakuiert wurden. Im Jugendamt hatte ein kritischer Termin mit getrennt lebenden Eltern angestanden. „Es ging um einen Trennungsstreit“, sagt Polizeisprecher Markus Brettschneider, bei dem ein 31-jähriger Mann aus Groß-Gerau im Vorfeld Drohungen gegen seine ehemalige Partnerin ausgestoßen hatte. Deshalb seien die Mitarbeiter des Jugendamtes besonders sensibilisiert gewesen, so Landrat Winfried Becker. 

Bei dem Termin stellte sich dann heraus, dass der Mann schon vorher im Jugendamt war und dort eine größere Einkaufstasche hat stehen lassen, daraufhin wurde die Alarmkette in Gang gesetzt. „Es hätte eine Gefährdungslage bestehen und eine Bombe in der Tasche sein können“, sagt Brettschneider. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung hätten gut reagiert. Per Mail wurden die Angestellten aufgefordert das Landratsamt zu verlassen. 

Fachkräfte der Polizei untersuchten die Tasche und stellten fest, dass sich darin nur Kinderbekleidung und Spielzeug befand. „Keine Bombe. Kein Sprengstoff und keine Waffen“, so Brettschneider. Der Fall habe durch die Androhungen eine besondere Brisanz gehabt, der Termin im Jugendamt galt als außerordentlich schwierig. 

Einen solchen Fall habe es im Landratsamt noch nicht gegeben, sagt Becker. Gegenüber den Mitarbeitern des Jugendamtes würden öfter Drohungen ausgesprochen, es gebe ein internes Sicherheitssystem, über das die Mitarbeiter verbunden sind. „Man erschreckt sich, wir leben in unsicheren Zeiten“, so Becker. Er sei froh, dass alles so glimpflich abgelaufen sei. Der Mann wurde von der Polizei festgenommen, anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt.

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