Volker Karger gibt Vhs-Kurse

Homberger Hobbyastronom erklärt Sonne und Sterne

Ein Sternegucker aus Passion: Volker Karger in seinem Element mit dem Vollapochromat TEC 140, mit dem er in ferne Galaxien schauen kann. Er gibt Volkshochschul-Kurse und bietet für Interessierte Besichtigungen an. Foto: Thiery
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Ein Sternegucker aus Passion: Volker Karger in seinem Element mit dem Vollapochromat TEC 140, mit dem er in ferne Galaxien schauen kann. Er gibt Volkshochschul-Kurse und bietet für Interessierte Besichtigungen an.

Homberg. Volker Karger schaut gern in unendliche Weiten. Seine Wissen teilt er nun auch in Vhs-Kursen oder auf der heimischen Dachterrasse.

Mit seinem Teleskop reist Volker Karger in ferne Galaxien, beobachtet Jupiter mit seinen Monden oder schaut sich im heimischen Sonnensystem um. Seit seiner Kindheit ist der Homberger passionierter Hobbyastronom.

Der Kfz-Sachverständige kennt sich außerhalb unseres Planeten bestens aus und begeistert seit neuestem auch Wissbegierige auf seiner Dachterrasse und unter dem Dach der Volkshochschule.

Andere mit der Astronomie anzustecken, macht ihm fast genauso viel Spaß wie sein Hobby selbst. Es kommen auch Schüler vorbei, die sich zum Beispiel die Sonne mit den darauf befindlichen Protuberanzen (Materieströme auf der Sonne) anschauen und etwas über ihre Bedeutung für die Entwicklung des Lebens auf der Erde erfahren wollen. „Alles, was man dort sieht, ist längst Vergangenheit und formt doch unsere Zukunft“, erzählt Karger. Immer wieder und überall im Weltall entstünden neue Sonnen, etwa im Orionnebel.

„Man schaut in den Kosmos, und gleichzeitig beobachtet man sich selbst.“

Astronomie habe seit jeher auch eine philosophische Komponente. „Man schaut in den Kosmos, und gleichzeitig beobachtet man sich selbst und merkt, irgendwie ist alles miteinander verbunden.“ Das sei faszinierend und es mache auch demütig.

Es gebe eigentlich immer etwas Interessantes am Himmel, meint Karger. Er kann durch sein Teleskop viele wolkenartige Strukturen erkennen. Manche erscheinen dunkel, andere leuchten. Gegenseitige Jupitermondbedeckungen, der Merkur am Abendhimmel oder im Januar die strahlenden Sterne des Winterhimmels.

Im vergangenen Jahr war die Sonnenfinsternis im März das Spektakel. Karger hatte dazu auf den Homberger Schlossberg eingeladen, um andere durch sein sonnentaugliches Teleskop schauen zu lassen. Als sich der Tag verdunkelte und Nebel aufging, hatte man am Schlossberg die beste Sicht, erklärt er immer noch begeistert. Es sei atemberaubend gewesen.

Dennoch sei Sonnenbeobachtung nicht nur eindrucksvoll, sondern mit den falschen Apparaten auch hoch gefährlich. Ohne geeignete Sonnenfilter führten sie zur sofortigen Erblindung.

Schon als Kind lief Karger mit dem Fernglas durch den Garten und beobachtete das Siebengestirn. Die Instrumente wurden seitdem allerdings größer. Sein Lieblingsfernrohr, der apochromatische Refraktor TEC 140, kostet so viel wie ein Kleinwagen. Er ist mit der Brennweite von einem Meter ausgestattet. Karger besitzt noch ein Spiegelteleskop mit 2,5 Metern Brennweite.

Der 53-Jährige hat viele Fachbücher gelesen und Vorlesungen an der Universität in Jena besucht. Er ist Mitglied in der Vereinigung der Sternfreunde.

• Wer sich für Astronomie interessiert, kann sich bei www.piazza2go.de informieren. Karger bietet Vhs-Kurse und Besuche für Gruppen an.

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