Zufrieden mit dem Testlauf

Mini-Kreisel in Homberg kommt gut an und bleibt erstmal

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Zufrieden: Der Test des Mini-Kreisels ist bislang positiv verlaufen, so Dirk Daniel von der Polizei.

Homberg. Das Provisorium des Mini-Kreisels in Homberg wird erstmal nicht abgebaut und der Test verlängert. Auch die Polizei ist positiv überrascht. 

In Homberg geht es weiter rund: Der Testlauf für den Kreisel an der Drehscheibe in Homberg sollte jetzt - nach sechs Wochen - enden. Man sei mit dem Verlauf sehr zufrieden und werde den Kreisel erstmal nicht abbauen, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz.  Die Testphase werde verlängert. Bis wann, könne er noch nicht genau sagen.

Es sollen weitere Erkenntnisse gesammelt und nach Möglichkeiten gesucht werden, um die Barrierefreiheit zu erhöhen, damit Menschen mit Behinderung die Kreuzung sicher überqueren können. „Es ist klar, dass das aufwendig wird.“ Das beziehe sich auf Umsetzung und Kosten. Unterstützt wird die Stadt vom Ingenieurbüro Unger und Behindertenverbänden.

Bei vielen Menschen komme der Kreisel so gut an, dass sie den Wunsch äußerten, das Provisorium aufrecht zu erhalten, sagt Ritz. Sollte eine tragbare Lösung für die bessere Gestaltung der Barrierefreiheit gefunden werden, könne es sein, dass der Testkreisel bis zum tatsächlichen Bau bestehen bleibe. Der Baustart ist an die Umsetzung des geplanten Einkaufszentrums geknüpft. Alles für eine Entscheidung werde man vorbereiten.

Kein Problem mit der Verlängerung der Testphase hat Dietmar Schleicher, Leiter der Hermann-Schafft-Schule. Für die sehbehinderten Schüler spiele der Mini-Kreisel derzeit keine Rolle. „Ihr Weg führt sie nicht dorthin“, so Schleicher. Das werde sich aber mit der Eröffnung des geplanten Einkaufszentrums ändern. „Bei der endgültigen Umsetzung wird der Bedarf der Blinden gesehen“, zeigt sich Schleicher zuversichtlich.

Positiv überrascht vom Kreisel ist Dirk Daniel, Leiter des Verkehrsdienstes der Polizei. Der Verkehr laufe für alle flüssiger als mit der bisherigen Ampelschaltung. Die Test-Verlängerung sei die richtige Entscheidung und mit der Polizei abgesprochen. Dann zeige sich, wie sich andere Witterungsverhältnisse auswirkten.

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