Tierisches Saisonfinale - 95 Tiere planschten und spielten in Homberger Bad

Homberg. Nur ganz kurz zögert Barcley und bellt. Dann nimmt er Anlauf und springt. Mit einem lauten Platscher landet er im Wasser. „Er ist mehr im Wasser als an Land", sagt Frauchen Julia Ritschel und lacht. Julia und ihre Mutter Manuela Ritschel lassen ihre beiden Hunde Barcley (eineinhalb) und Mylow (13) so oft wie möglich in Gewässern baden.

95 Hunde gingen am Donnerstagnachmittag bei bestem Wetter im Homberger Freibad ins Wasser. 167 Herrchen, Frauchen und Besucher waren mit dabei. Auch Menschen ohne Hund kamen vorbei. Sie wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

„Alles läuft gut bisher“, sagt Schwimmmeister Guido Kirsch. Die Hunde seien alle sozial verträglich und kämen miteinander aus.

Viele Schwimmbäder im Umkreis bieten bereits ein Hundeschwimmen an. Daher wollte man auch in Homberg einmal Hunde im Schwimmbecken planschen lassen, erklärt Schwimmmeister Marc Nohl. „Es ist ein schöner Abschluss zum Saisonende der Freibäder.“

Schädlich ist das nicht für die Tiere, da kein Chlor mehr im Wasser ist. Es wurde am Montag abgestellt, und da benutztes Chlor immer dem Wasser entzogen werden muss, waren keine Spuren des chemischen Stoffes mehr im Wasser. „Es dauert ein bis zwei Tage bis das Chlor vollständig weg ist. Am Donnerstag war nachweislich keins mehr im Wasser“, erklärte Marc Nohl.

Dass die Vierbeiner mit vielen anderen Hunden auch einmal ins Becken dürfen, sei ein schönes Angebot, erklärte Manuela Ritschel. „Schade, dass man selbst nicht mit rein darf“, fügt sie lachend hinzu. Schwierig werde es später noch, die beiden wieder aus dem Wasser zu bekommen. „Das geht nur mit Zwang.“

Anders sieht es jedoch bei Kysha aus. Die sechsjährige Husky-Hündin treibt sich lieber auf der Wiese herum. „Sie hasst Wasser“, erzählt Frauchen Jaqueline Habitzl aus Niedenstein. Glücklicherweise gibt es eine große Wiese, auf der sich die wasserscheuen Tiere austoben können. Die jüngere Fantasy hingegen liebt Schwimmen. Mir ihr geht Jaqueline Habitzl oft schwimmen.

„Die Resonanz war unglaublich groß“, sagt Schwimmmeister Nohl. Trotzdem wären noch Kapazitäten da gewesen. Nächstes Jahr werde es „auf jeden Fall“ wieder ein Hundeschwimmen im Homberger Freibad geben, man wolle es sogar als jährliche Veranstaltung einführen. Geplant sei dann ein ganzer Tag am Wochenende, damit jeder Vierbeiner voll auf seine Kosten kommt.

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