Jesberg: Neuer Verein setzt auf mehr Mobilität

Will was tun: Der Verein „VoJes - Vorfahrt für Jesberg“ ist am Sonntag in Densberg gegründet worden. Ganz vorne die Vorstandsmitglieder Andrea Heinke, Daniela Möller und Michael Schramek. Foto: Zecher-Christ

Densberg. Es ist ein ungewöhnlicher Verein, der da jetzt im Densberger Landgasthof Kellerwald gegründet wurde: „VoJes - Vorfahrt für Jesberg" hat sich viel vorgenommen. Die neue Gruppe hat es sich zum Ziel gemacht, die Mobilität in Jesberg zu verbessern.

Außerdem will man die Lebensqualität erhöhen und die Lage der Flüchtlinge in der Gemeinde verbessern.

Insgesamt 13 Gründungsmitglieder traten dem Verein bei und stimmten der Satzung zu. „Wir werden ein (E-)Car- Sharing anbieten. Es gibt sogar erste Spenden für Autos“, sagte Vorsitzender Michael Schramek. Hinzu kämen drei Elektro-Lastenräder. Am Edeka-Markt und anderen Läden sollen dafür eigens neue Parkplätze markiert werden. „Wir werden auch 20 Elektroräder und ein oder zwei passende Anhänger dafür bekommen“, kndigte Schramek an.

Mitfahrbänke für alle

An der Ortseingängen sollen so genannte Mitfahrbänke aufgestellt werden. Jesberger ohne Auto können darauf Platz nehmen und eines der Klappschilder zücken, die an den Bänken zu finden sein werden. Wer beispielsweise nach Borken will, kann das Schild Borken in die Höhe halten. „Da hier jeder jeden kennt, wird es nur eine ganz kurze Zeit dauern, bis jemand hält und eine Mitfahrgelegenheit bietet“, ist sich Schramek sicher. „Die Idee ist simpel, aber hocheffizient.“

Es soll auch eine Mitfahrbörse im Internet geben, einen Einkaufsservice und CarSharing (mehrere teilen ein Auto) zwischen Privatleuten.

„Viele Fahrzeuge stehen jeden Tag einfach nur stundenlang ungenutzt herum, während dieser Zeit kann man sie auch vermieten“, sagte er. Es solle zudem ein Fahrrad-Sicherheitstraining für Bürger und Flüchtlinge angeboten werden. Der neue Verein will auch eng mit dem Nachbarschaftsnetzwerk Jesberg zusammenarbeiten, der die ehrenamtlichen Fahrdienste schon länger anbietet. Daher könne man die Leistungen durchaus auch kombinieren, erklärte Schramek.

Die Jesberger Unternehmen Edeka, Raiffeisenbank und EcoLibro hätten den neuen Verein bereits mit Spenden unterstützt. Doch auch zahlreiche Firmen aus ganz Deutschland hätten die Idee so toll gefunden, dass sie Geld spendeten. „Wir sind der erste Verein in Deutschland, der den Mobilitätsgedanken im ländlichen Raum so umsetzt“, sagte er. Kontakt: Michael Schramek, Tel. 0176/621 922 89, E-Mail: michael.schramek@ecolibro.de www.ecolibro.de

Von Nadja Zecher-Christ

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