Suche aus der Luft: Drohne zerschellt

Noch keine Spur vom liebestollen Känguru Karlchen in Metze

Metze. Diese Suchmeldung hat der Polizei kurz die Sprache verschlagen: Ein Känguru wurde Sonntagmittag im Wald zwischen Metze und Gudensberg von einem Mann gesehen. Der informierte postwendend die Polizei. Schnell war klar, dass das Tier Petra und Rainer Aschenbrenner aus Metze gehört, zahm ist und Karlchen heißt.

„Von dem Tier geht keine Gefahr aus“, erklärte Reinhard Giesa von der Polizeidirektion Schwalm-Eder. „Es ist ja kein Stier und auch kein Elch.“ Deshalb suche die Polizei auch nicht nach dem Tier. „Das machen die Besitzer in Eigenregie“, so Giesa.

Aktualisiert um 19.30 Uhr

Kein Glück hatte man bei der Suche mit der Drohne. Durch einen Windstoß ist das kleine Fluggerät mit Kamera gegen einen Baum geschleudert worden. Dabei zerschellte die Drohne. Karlchen, der ein Wallaby ist und somit einer kleineren Känguru-Art angehört, lebt bereits seit sechs Jahren bei den Aschenbrenners.

„Mein Mann Rainer hat ihn mit der Hand aufgezogen“, erklärt Petra Aschenbrenner. Sie sei in großer Sorge um das Tier. „Er kann im Wald überleben, aber Wildschweine sind für ihn eine Bedrohung.“ Gefährlich werden könne es, wenn Karlchen auf die Straße springt.

Wie Karlchen ausgebüxt ist, kann sich Aschenbrenner nur so erklären: „Er muss über den 1,80 Meter hohen Zaun gesprungen sein.“ Das Känguru ist 80 Zentimeter groß und wiegt 35 Kilo. „Vermutlich ist er gerade liebestoll und hat große Kräfte entwickelt“, so Aschenbrenner.

Radio HNA: Interview mit der Besitzerin

Hintergrund: Wallaby

Wer Känguru Karlchen entdeckt, sollte die Polizei informieren. Kontakt: Polizei in Fritzlar, Telefon 05622/99 66 0.

Als Wallabys werden mehrere Arten aus der Familie der Kängurus bezeichnet. Sie erreichen durchschnittlich eine Größe von 80 Zentimetern, eine Schwanzlänge von bis zu 70 Zentimetern und ein Gewicht von rund 20 Kilogramm, wobei Männchen deutlich schwerer werden als die Weibchen. Das Fell ist meist braun oder grau gefärbt. Wallabys stammen aus den nördlichen, östlichen und südlichen Küstenregionen Australiens. Generell sind sie eher dämmerungs- oder nachtaktiv und ruhen tagsüber. Wie alle Kängurus sind sie Pflanzenfresser, die sich von Knospen, Farnen, Rinde, Gräsern, Kräutern und Blättern ernähren. (Quelle: Wikipedia)

Von Maja Yüce und Benedikt Dittrich

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