Klinikgelände: Wer trägt die Kosten für die Bauleitplanung?

Untersuchung: Ein Gutachten im Auftrag von Asklepios soll herausfinden, ob im ehemaligen Krankenhaus gefährliche Baustoffe eingesetzt wurden. Die Expertise soll noch in diesem Jahr vorliegen. Foto: Manfred Delpho

Homberg. „Wir sind froh, dass sich auf dem Gelände etwas tut", sagte Rune Hoffmann, Pressesprecher des Klinikkonzerns Asklepios. Die Rede ist von der künftigen Nutzung der ehemaligen Klinik und dem Areal um das Krankenhaus.

Asklepios plant, das Klinikgebäude, das seit vielen Jahren nicht mehr genutzt wird, abzureißen. Das Areal soll danach für eine Bebauung genutzt werden.

Dazu hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung im November die Zweckbestimmung „Sondergebiet Krankenhaus“ aufgehoben und das Areal als allgemeines Wohngebiet eingestuft. Weiter heißt es in dem Beschluss des Homberger Parlaments, die Stadt soll mit Asklepios einen städtebaulichen Vertrag aushandeln, in dem der Konzern verpflichtet wird, die Kosten für die Bauleitplanung sowie für einen Architektenwettbewerb zu übernehmen.

Verhandlungen mit der Stadt

Doch so ohne Weiteres will der Konzern dem Beschluss der Homberger Mandatsträger nicht folgen. Vielmehr suche Asklepios das Gespräch mit Bürgermeister Dr. Nico Ritz um zu klären, wie der Parlamentsbeschluss im Detail zu verstehen sei und welche Kosten damit verbunden seien, sagte Hoffmann auf Anfrage der HNA. Nun gelte es, mit der Stadt einen für beide Seiten akzeptablen Vertrag sowohl bezüglich der Bauleitplanung als auch zum Architektenwettbewerb auszuhandeln.

Im Wesentlichen stimmte dem auch Bürgermeiser Ritz zu. Grundlage der Verhandlungen mit Asklepios sei das Votum des Parlaments. „Ich habe einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, den ich umsetzen muss“, sagte Ritz. Das Ergebnis der Verhandlungen werde er dem Parlament vorlegen, das müsse dann über Annahme und Ablehnung entscheiden.

Noch gebe es keinen Gesprächstermin, bestätigten Bürgermeister Ritz und Asklepios übereinstimmend. Dennoch habe Asklepios seine Pläne weiter verfolgt.

Zur Vorbereitung des geplanten Abrisses wurde nach Angaben von Konzernsprecher Rune Hoffmann ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das soll klären, ob in dem Gebäude gefährliche Stoffe verbaut wurden. Hoffmann rechnet damit, dass das Gutachten noch in diesem Jahr vorliegt. (ras)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.