48 Stunden Zeit 

Verein Knüll-Touristik besteht Aufgabe vom Hessischen Rundfunk 

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Dekorieren den Fels zum Einstieg des „Rabenwegs“: Petra Zinn, Birgit Naumann, Axel Storck, Karl Rode, Udo Assmann-Zinn und die Kinder Louis und Carl. 

Wallenstein. Das war eine Herausforderung, die die Mitglieder des Vereins Knüll-Touristik mit vereinten Kräften stemmten. 

Sie lösten am Wochenende mit Feuereifer und auch den Kräften vieler Dorfbewohner die 48-Stunden-Aufgabe, die der Hessische Rundfunk (hr 4) gestellt hatte.

Die Idee beinhaltete, dass der als Rabenweg bekannte Rundwanderweg gut ausgeschildert und schön dekoriert wurde. Die Aufgabe lehnte sich an einen Höhepunkt des Nordhesischen Kultursommers an, der im September in Wallenstein zu sehen war: Die Veranstaltung Schattenwald, die sich mit Mythologie und Märchen auseinandersetzte, spielte auf eben jenem Rundweg, der nun in Anlehnung daran auf den Namen Rabenweg getauft wurde. 

Der Weg führe durch ein kleines Tal und biete traumhafte Einblicke in die Natur, berichtet Petra Zinn, stellvertretende Vorsitzende der Knüll-Touristik. „Es ist, als ob man in ein Gemälde reinläuft“, schwärmt sie.

Die Wegweiser

Der Weg wird nun nicht mit Schildern, sondern mit großen Steinen gekennzeichnet. Der große Fels am Beginn des Weges wurde für die Aufgabe, die der Radiosender gestellt hatte, mit Bürsten gereinigt und mit einer Schrift versehen. Birgit Naumann von der Knüll-Touristik und Petra Zinn, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, pinselten den Namen des Weges. 

Rabenweg ist dort zu lesen. Und auch die Längenangabe von 2,7 Kilometern fehlt nicht. „Um den Blick auf den Stein zu lenken, haben wir lebensgroße Raben befestigt“, erklärt Birgit Naumann. Sechs kleinere Steine, gekennzeichnet mit weißen Pfeilen, sind auf dem Rundwanderweg verteilt worden. Der Vorteil dieser Markierung sei, dass die Steine weder umgeschmissen noch mitgenommen werden könnten, sagt Petra Zinn.

Doch niemand darf anderen einfach so Steine in den Weg legen: Die Knüll-Touristik hat fürs Setzen der Wegweiser Genehmigungen von der Naturschutzbehörde und Hessen Forst einholen müssen.

Die Live-Sendung

Bei der zweistündigen Live-Sendung im Radio am Sonntag waren viele Besucher im Wallensteiner Strandbad No.1 dabei. Der Sender präsentierte den Steckbrief des Vereins, seine Ziele und auch die Aufgabe, die er mit Bravour erfüllte. Gleichzeitig, und das freute den Verein, machte er damit auch landesweit Werbung für die Ferienregion Knüll. 

„Die Sendung ist ja vor allem für die Hessen gedacht, die unsere Region noch nicht kennen“, sagte Naumann. Moderator Carsten Gohlke präsentierte das Programm, das am Sonntag sowohl für Radio-Hörer als auch für Strandbad-Besucher launig rüberkam.

Radio-Tipp:

Der Verein Knüll-Touristik hat eine Liste mit Lieblingsliedern erstellt: Die wird am Sonntag, 29. Mai, ab 13.05 Uhr in der Sendung „Wünsch Dir was“ gespielt.

Von Nadja Zecher-Christ

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