Mehr Mobilität: Bürger fahren in Homberg bald Bürger

Homberg. Junge Leute ohne Führerschein, Familien ohne Auto und ältere Menschen, für die der Weg zur nächsten Bushaltestelle zu beschwerlich ist, sie alle könnten sich bald in einem Fahrzeug begegnen: dem Homberger Bürgerbus.

Der soll im Oktober seine erste Fahrt aufnehmen und dann regelmäßig an zwei Tagen der Woche in Homberg und den Stadtteilen unterwegs sein, erklärt Dirk Schumacher, Sprecher der Bürgerbus-Abteilung im Verein Bürger für Homberg.

Zuletzt hieß es, der Bus werde ab September rollen, doch daraus wird nichts. Grund dafür sei, dass die Entscheidung über die Finanzierung länger als erwartet gedauert habe. Die trage jetzt ausschließlich die Herbert-Quandt-Stiftung. „Es gibt kein strukturelles Problem, es gab einfach viel zu klären.“

Die zusätzliche Zeit habe man aber genutzt und die Organisation voran getrieben. So haben alle Fahrer eine spezielle Gesundheitsprüfung absolviert. Eine Erste-Hilfe-Schulung soll folgen. „Damit die Fahrer sicherer unterwegs sind“, sagt Karl-Ernst Paul. Eine gute Vorbereitung sei sehr wichtig.

Man wolle bald einen Kleinbus kaufen, habe schon einen ausgeguckt. „Die Anschaffung ist gesichert und die Grundfinanzierung auch“, so Schumacher. Doch setze das Projekt auf Nachhaltigkeit und sei langfristig auf Sponsoren angewiesen. In anderen Städten seien das oft Kreditinstitute.

In dem Bus sei Platz für neun Personen und bis zu fünf Rollatoren. Er werde anfangs mit Fahrer und Beifahrer unterwegs sein, um die Arbeit zu erleichtern. „Wir holen die Menschen nicht nur zuhause ab, wir tragen bei Bedarf auch den Einkaufskorb bis vor die Haustür“, sagt Klaus Thilo Kroeschell vom Verein. Untergestellt werden dürfe der Bus beim Bauhof. „Details müssen noch abgeklärt werden, die Stadt begleitet uns aber positiv“, so Schumacher. Die Fahrgäste müssen für das ehrenamtliche Angebot keinen festen Fahrpreis zahlen, werden aber um eine Spende gebeten.

30 Personen gehören zum ehrenamtlichen Bürgerbus-Team. 20 wollen als Fahrer aktiv werden und zehn weitere sind im Telefonteam und mit organisatorischen Aufgaben betraut. „Es ist eine gute Gruppe“, sagt Dr. Herbert Wassmann. Ziel sei es, die Mobilität der Menschen zu verbessern“, so Dr. Gerhard Grebe, Vorsitzender des Vereins Bürger für Homberg.

Von Maja Yüce

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