Tatverdächtiger versteckte sich lange im Ausland

Millionendiebstahl in Fritzlar: Prozess gegen 37-Jährigen beginnt Dienstag

Fritzlar. Gegenstände im Wert von 930.000 Euro wurden vor über vier Jahren aus einem Haus im Kreisteil Fritzlar-Homberg gestohlen. Lange versteckte sich der Verdächtige im Ausland.

Jetzt wird ihm der Prozess gemacht. Ein 37-jähriger Mann muss sich ab Dienstag wegen zweifachen Wohnungseinbruchsdiebstahls vor dem Fritzlarer Amtsgericht verantworten.

Ihm wird vorgeworfen, im Februar 2012 Bargeld in Höhe von 430.000 Euro sowie Gold und Münzen im Wert von weiteren 500.000 Euro aus einem Wohnhaus im Kreisteil Fritzlar-Homberg gestohlen zu haben.

Bereits im Dezember 2011 soll der Angeklagte darüber hinaus gemeinsam mit einem bis dato unbekannten Mittäter in Kassel zugeschlagen und Schmuck im Wert von 2000 Euro aus einem Einfamilienhaus entwendet haben. Laut Kerstin Nedwed, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Kassel, könnten dem 37-Jährigen im äußersten Fall zwischen zehn und 20 Jahren Haft drohen.

Tresor war in der Wand

Der aus Bosnien-Herzegowina stammende Angeklagte soll sich zwischen dem 10. und 19. Februar 2012 über die Terrassentür unerlaubt Zugang zu dem damals leerstehenden Wohnhaus im Kreisteil Fritzlar-Homberg verschafft haben.

Genau wie die Tür soll er anschließend den sich hinter einem Bild in der Wand eines Kellerraums befindenden Tresor aufgehebelt haben.

DNA-Spuren am Tatort hätten die Ermittler auf die Spur des Angeklagten geführt, sagte Volker Schulz, Pressesprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder.

Der 37-Jährige war jedoch inzwischen in ein Land verschwunden, das kein Auslieferungsabkommen mit Deutschland hat. Erst als er sich nach Montenegro begab, konnte er im September 2015 per europäischem Haftbefehl festgenommen und ausgeliefert werden. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Zur Hauptverhandlung sind elf Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Es sind drei Fortsetzungstermine bis zum 22. November angesetzt.

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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