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    • 03.02.13
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Standorte in Melsungen und Schwalmstadt – Politik kämpft nun auch für Fritzlar

Ringen um den Notdienst

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Schwalm-Eder. Die Entscheidung über die Standorte für die künftigen Ärztlichen Bereitschaftsdienste (ÄBD) ist noch nicht gefallen. Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat kämpft weiterhin dafür, dass seine Stadt den Zuschlag für einen Bezirk im Schwalm-Eder-Kreis bekommt.

Hartmut

Hartmut

Es gibt ein Modell der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), das den Schwalm-Eder-Kreis im wesentlichen in drei Bereiche aufteilt. Für diese wären Notarztzentralen in Melsungen, Schwalmstadt und Bad Wildungen zuständig (siehe Karte). Niedensteiner müssten – wie bisher – bis nach Bad Arolsen fahren, für den übrigen Nordkreis wäre Kassel Anlaufpunkt.

Nach Spogats Vorstellung solle der zuständige Arzt im Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar dienstbereit sein: „Wir haben die Räumlichkeiten und sind vorbereitet.“ Kreisspitze kämpft mit

Kreisspitze kämpft mit

Schützenhilfe kommt auch von der Kreisspitze, wie Vize-Landrat Winfried Becker der HNA versicherte: „Die Stadt Fritzlar und das Krankenhaus hat unsere Unterstützung.“

Er wolle erreichen, dass alle Einwohner auch innerhalb des Kreises versorgt werden. Niedenstein, Edermünde und Gudensberg sollte dann zum Bezirk Fritzlar gehören, Körle und Guxhagen zu Melsungen.

Sollte die Entscheidung für Bad Wildungen fallen, würden viele Patienten dennoch ins Fritzlarer Krankenhaus fahren, um dort behandelt zu werden, glaubt Bürgermeister Spogat. Gerade am Wochenende seien aber dort dann zu wenige Mitarbeiter.

Dr. Wolfgang Dausch, ärztlicher Direktor des Hospitals , teilt diese Einschätzung. „Wir brauchen etwas, das funktioniert und von der Bevölkerung angenommen wird“, sagte er. Im Fritzlarer Krankenhaus gebe es ausreichend Räume und auch einen Wartebereich. Dausch fürchtet auch langfristige Auswirkungen für sein Haus, das zu keiner Klinikkette gehört. Durch den Bereitschaftsdienst könnten Patientenströme dauerhaft verändert werden und Fritzlar vielleicht links liegen lassen.

Die wirtschaftlichen Belange von Krankenhäusern spielten für die Kassenärztliche Vereinigung (KV), sagte deren neuer Vorsitzender Frank Dastych (Bad Arolsen) auf HNA-Anfrage. Die KV ist für die Ärztebereitschaft zuständig. Über eine Reform des ÄBD werde diskutiert.

Dastych rechnet damit, dass das Konzept bis Juni/Juli beschlossen wird. „Jeder möchte gerne eine absolute Luxusversorgung“, sagte er, es könnten aber nicht alle Wünsche erfüllt werden. Die KV werde in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten eine gute Lösung finden. Er könne zurzeit nichts versprechen, aber auch nichts ausschließen. ARTIKEL UNTEN

Von Olaf Dellit

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