Streit der Firma Bettenwelt mit Betriebsrätin: Kündigung unzulässig

Homberg. Eine Kündigung der Betriebsrätin der Homberger Firma Bettenwelt ist unzulässig. Das habe am Dienstag das Arbeitsgericht Kassel entschieden, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

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Der Arbeitgeber wolle vier Betriebsratsmitglieder kündigen und habe die gerichtliche Zustimmung zur außerordentlichen Kündigung beantragt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von den vier getrennt geführten Verfahren sei nun eines entschieden. Im Falle des Betriebsratsvorsitzenden werde das Urteil für Donnerstag erwartet. Hintergrund: Der Betriebsrat habe im Januar moniert, dass das Unternehmen in unzulässiger Weise das Zugangskontrollsystem genutzt habe, um eine Kündigung durchzusetzen, teilte Verdi mit. Der Arbeitgeber sei aufgefordert worden, diese Form der Überwachung einzustellen.

Die dabei verwendete Formulierung habe die Arbeitgeberseite als diffamierenden Stasi-Vergleich angesehen. Der Logistikleiter habe sich persönlich beleidigt gefühlt und eine weitere Zusammenarbeit mit den Betriebsräten ausgeschlossen.

Eine genaue Begründung durch das Gericht wird nach Angaben der Gewerkschaft noch folgen. Gegen diese Entscheidung stehe der Firma Bettenwelt der Weg in die nächste Instanz zur Verfügung. (hro)

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