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    • 04.10.12
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Ahmadiyya-Gemeinde berichtete beim Tag der Offenen Moschee über Zerstörung

Trauer um den Koran

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Wabern. Mitglieder der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde in Wabern sind traurig. Vor einigen Wochen wurde ein Koran zerrissen und die Schnipsel auf dem Gelände der Moschee verstreut.

Überreste des heiligen Buchs: Präsident Jamil Ahmad mit dem zerrissenen Koran in der Waberner Moschee. Fotos: Zerhau

Überreste des heiligen Buchs: Präsident Jamil Ahmad mit dem zerrissenen Koran in der Waberner Moschee. Fotos: Zerhau

Davon erzählte Präsident Jamil Ahmad, als er beim Tag der Offenen Moschee auf das umstrittene Mohammed-Video angesprochen wurde. Die Schnipsel sammelten die Waberner Muslime wieder ein und legten sie in einen Eimer.

Für die Gemeinde ist die Zerstörung ihres heiligen Buchs nicht nachvollziehbar. Sie alle lebten und arbeiteten hier in der Region und wollten mit ihren Mitmenschen in Ruhe und Frieden leben. Doch solche Zerstörungen seien das Werk einer Minderheit.

Gute Resonanz

Der Tag der offenen Moschee fand in Wabern große Resonanz. Mehr als 200 Gäste kamen in die Moschee in der Nähe der Zuckerfabrik. Viele wollten sich einmal eine Moschee von innen anschauen, andere waren schon öfter zu Gast gewesen.

Hermann Böth und seine Frau Dorothea hatten die Eltern Hermann Böth und Ehefrau Inge mitgebracht. Die beiden kannten die Moschee in Wabern nur vom Vorbeifahren. Nun wollten sie das Gebäude auch einmal besichtigen.

Im Vorfeld hatte Inge Böth im Koran gelesen und diskutierte nun angeregt. Auch Bürgermeister Günter Jung und Ehefrau waren gekommen. Es gab Kaffee, Tee und frisch zubereitete pakistanische Spezialitäten.

Beim Tag der offenen Moschee steht die Kontaktpflege an erster Stelle, sagten der Gemeindesprecher Khalid Mahmood und Jamil Ahmad, Präsident für den Bereich des Schwalm-Eder-Kreises.

Die Gemeinde suche den Kontakt mit der Bevölkerung und wolle über ihre Religion informieren. Dafür sei der Tag der offenen Moschee bestens geeignet. (zzp)

Von Peter Zerhau

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