Offenbar vergiften Unbekannte immer wieder Vierbeiner

Vergiftete Hunde: Angst vor Tierquälern

Symbolbild Gift

Homberg. Die Angst bei Hundehaltern in Homberg ist groß: Vermutlich treiben Hundehasser ihr Unwesen in der Kreisstadt. In den vergangenen Wochen wurden bereits mehrere Hunde vergiftet.

Drei der Hunde hat Tierärztin Dr. Evelyn Kusan behandelt. Sie ist sich sicher, dass es sich „eindeutig um schwerwiegende Vergiftungserscheinungen“ handelte. Die Laborverläufe der Tiere seien identisch gewesen, und die Hunde seien offenbar von einer fremden Person gefüttert worden.

Das Gift sei in Hackbällchen und Leberwurst gepackt und auf das Grundstück der Hundehalter geworfen worden. Dort haben sich die Tiere über die vermeintliche Köstlichkeit hergemacht.

Was dann folgte, war nicht nur etwas Übelkeit und Blutverlust bei den Hunden. Leber und die Nieren der Tiere seien durch das Gift stark angegriffen worden. Lebensgefahr bestand. Um welches Gift es sich genau handele, könne sie noch nicht sagen, betont die Tierärztin. Die Untersuchungen laufen.

Im vergangenen Sommer habe sie etwa acht Hunde mit ähnlichen Symptomen in ihrer Praxis behandelt. Die Tiere kamen nicht nur aus der Kernstadt, sondern auch aus den Homberger Stadtteilen. „Mir ist das merkwürdig vorgekommen, doch konnte ich die Vergiftung nicht nachweisen“, sagt sie. Diesmal sei das anders: Die Besitzer hatten das vergiftete Futter mit in die Tierarztpraxis gebracht.

Auch der Hund von Andreas Kob wurde vergiftet. Er hat das Erbrochene seines Hundes Lester mit zu der Tierärztin genommen. Darin gefunden wurde ein mit Gift versetztes Stück Leberwurst, das nicht von Kob gefüttert wurde.

Kusan warnt vor Hysterie. Sie rät Hundebesitzern aber, sofort zu handeln, wenn sich ihr Tier unwohl fühlt. Das Gift sei vor allem eines: heimtückisch. „Es richtet großen Schaden an und kann tödlich sein.“

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Von Maja Yüce

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