Bahnhof Wabern: Gemeinde soll die Fahrgastzahlen steigern

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Wie viele Menschen steigen ein, wie viele aus? Die Bahn möchte die Zahl der Intercity-Fahrgäste am Bahnhof Wabern deutlich steigern. Die Gemeinde erarbeitet mit weiteren Partnern Ideen, wie das gelingen kann.

Wabern. Der Intercity-Halt in Wabern ist bis Ende 2018 gesichert. Trotz des Kompromisses mit der Bahn ist das Thema längst nicht vom Tisch. Schließlich sollen die Fahrgastzahlen gesteigert werden.

Das Thema Bahnhof wird die Gemeinde auch in den nächsten Jahren begleiten. „Der Zug ist für Wabern nicht abgefahren. Jetzt gilt es, die Weichen und Zeichen richtig zu stellen“, sagte Bürgermeister Claus Steinmetz am Donnerstag in der Gemeindevertretung.

Im Moment habe der Bahnhof nicht die besten Fahrgastzahlen. Dafür gebe es laut Steinmetz verschiedene Gründe. Zum einen die laufende Sanierung der Bahnhofstraße, der Zustand der Unterführung und der barrierefreie Umbau des Bahnhofs. „Wenn das alles fertig ist, haben wir einen attraktiven Bahnhof“, ist sich der Bürgermeister sicher.

Einstieg in die Region

Bis Ende 2018 sähe die Bahn die Intercity-Fahrgastzahlen gerne verdoppelt. „Das ist ein Problem, aber es gibt auch Chancen“, betonte Steinmetz. So bewerbe sich die Region Kellerwald-Edersee derzeit bei der Bahn um eine Anerkennung als „Fahrtziel Natur“. Der Intercity-Bahnhof Wabern könnte dann ein Einstieg in die Region sein. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Landkreis, Nordhessischem Verkehrsverbund, den Kliniken in Bad Zwesten und Bad Wildungen und Gemeinde Wabern soll sich überlegen, wie die Attraktivität des Bahnhofs über die baulichen Veränderung hinaus verbessert werden kann. Stichworte könnten kostenfreie Parkplätze für IC-Fahrgäste, Ladestationen für Elektroautos und W-Lan rund um den Bahnhof sein, wie Steinmetz erklärte. Ideen wie diese müssten aber zunächst in der Arbeitsgruppe diskutiert werden.

Die Gemeindevertretung hat einstimmig einen Beschlussvorschlag der SPD-Fraktion verabschiedet. Darin begrüßt sie die Absicht, eine solche Arbeitsgruppe zu bilden. Sie hält den Zeitrahmen angesichts des noch bevorstehenden Um- und Ausbaus aber für zu kurz. Schließlich müssten die Veränderungen am Bahnhof erst greifen.

„Die Gemeindevertretung fordert, dass die beabsichtigte erneute Überprüfung der IC-Haltezeiten frühestens zwei Jahre nach Abschluss der Umbau- und Modernisierungsarbeiten eingeleitet wird“, heißt es im Beschluss. Die Prüfung sollte ergebnisoffen sein - auch im Hinblick auf eine Rückkehr zu den bisherigen Haltezeiten. Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, diese Position in der Arbeitsgruppe deutlich zu vertreten.

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