Bahnhof Wabern: IC-Tickets gelten jetzt auch für die NVV-Busse

Oben hält der IC, darunter wird an der neuen Unterführung gebaut: Die Modernisierung des Waberner Bahnhofs läuft. Die Bahn investiert Millionen in den barrierefreien Zugang mit Aufzügen, plant jedoch trotzdem den Wegfall von IC-Verbindungen. Foto: Lange-Michael

Wabern. Wer die Intercity-Verbindungen ab und bis Bahnhof Wabern nutzt und dafür ein Ticket gekauft hat, kann damit ab sofort auch kostenlos die Busverbindungen des NVV von Wabern nach Fritzlar und Homberg nutzen. Dafür sind keine Tickets nötig, 3,30 Euro gespart.

Dieses neue Angebot gehört zu den Ideen, die den Bahnhof Wabern als Verkehrsknotenpunkt attraktiver machen sollen. Denn nur wenn bis Mitte 2018 nicht weniger Menschen als bisher in Wabern in die Intercity-Züge nach Hamburg und Frankfurt steigen, wird es die fünf bis sechs IC-Halte täglich auch künftig geben.

Das machte Waberns Bürgermeister Claus Steinmetz jetzt deutlich. Er gehört zu einer Arbeitsgruppe, die Vorschläge entwickeln soll, wie die Fahrgastzahlen in Wabern für die IC-Verbindungen möglichst gesteigert werden können. In der Gruppe sind neben Wabern auch Vertreter aus Fritzlar und Homberg sowie der Klinikstandorte Bad Zwesten und Bad Wildungen und des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) vertreten.

„Es ist für den Verkehrsverbund sehr wichtig, dass der IC-Halt in Wabern bestehen bleibt“, betonte Jutta Kepper vom Marketing des NVV bei einem Gesprächstermin. Fiele Wabern weg, gäbe es im Schwalm-Eder-Kreis nur noch Treysa als Zu- und Aussteigemöglichkeit. Das würde für Städte wie Fritzlar und Homberg deutliche Nachteile bringen, die beide an Wabern angeschlossen sind, per Bahn und Bus.

Neben der Mitnutzung des IC-Tickets will der NVV außerdem mit einem neuen Faltblatt über die guten Reisemöglichkeiten ab Wabern informieren. „Wussten Sie, dass man im Sommer täglich ohne Umsteigen bis nach Sylt fahren kann?“ fragte Jutta Kepper. Steinmetz macht zudem auf die günstigen Parkmöglichkeiten am Bahnhof in Wabern aufmerksam.

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