Wabern: Bürgermeister Jung verabschiedet

Begrüßung und Abschied: von links Wolfgang Nelke (Erster Beigeordneter), Waberns neuer Bürgermeister Claus Steinmetz, Waberns Ehrenbürgermeister Günter Jung, Wolfgang Ziegler (Vorsitzender der Gemeindevertretung). Foto: Laumann

Wabern. Bürgermeister-Wechsel: Nach 24 Jahren im Amt wurde Günter Jung verabschiedet, Claus Steinmetz dafür ins Amt eingeführt.

Es war ein Tag des Wehmuts und der Freude. Es war ein Abend des Abschieds und der Begrüßung. Es war der Moment des Wechsels: Nach 24 Jahren wurde Günter Jung am Montag aus dem Bürgermeisteramt der Gemeinde Wabern verabschiedet. Er wurde wegen seiner Verdienste um die Gemeinde zum Ehrenbürgermeister ernannt. Sein Nachfolger Claus Steinmetz erhielt seine Ernennungsurkunde. Erster offizieller Arbeitstag als Bürgermeister ist für Claus Steinmetz am Donnerstag, 1. Oktober.

Es war eine „besondere Gemeindevertretersitzung“, wie Vorsitzender Wolfgang Ziegler sagte. Etwa 150 Freunde, Verwandte und politische Weggefährten waren in die Mehrzweckhalle gekommen, um Jung zu verabschieden und Steinmetz zu begrüßen.

Ein halbes Berufsleben

„Es ist ein Tag, an dem ich Altes und Liebgewonnenes hinter mir lasse und an dem ein neuer, hoffentlich ebenso spannender Lebensabschnitt beginnt“, sagte Günter Jung. 24 Jahre lang war er der Chef im Waberner Rathaus. In seiner Ansprache blickte er auf sein „halbes Berufsleben“ zurück. Jung habe zu vielen Menschen ein „gutes und vertrauensvolles Verhältnis“ aufbauen können. Allen habe er es jedoch nicht rechtmachen können.

Jung erinnerte an die Herausforderungen für die Gemeinde. Er appellierte, sich mit dem demografischen Wandel anzufreunden und die Asylbewerber nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu sehen. „Unsere Gesellschaft wird sich wandeln.“ Auf ein „sparsames Finanzgebaren“ müsse der scheidende Bürgermeister die Waberner hingegen nicht einschwören: „Das sind sie so gewohnt.“

Zahlreiche politische Weggefährten verabschiedeten Jung. Wolfgang Ziegler lobte, dass Jung alle Entscheidungen abgewogen habe. Für eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankte sich Wolfgang Nelke. Der erste Beigeordnete schätze den „hohen Sach- und Fachverstand“ Jungs. „Fast alle möglichen Fördertöpfe wurden ausgeschöpft“, erklärte Nelke.

Es sei müßig, alle Errungenschaften Jungs aufzuzählen, befand Landrat Winfried Becker. Er bedankte sich für alles, was Jung über die Gemeindegrenzen hinaus geleistet habe. Er wünschte ihm alle Gute - und „viele schöne Jahre in Freiheit“.

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