Offene Tür in Moschee Wabern: Einblicke in den Islam

Bait-ul-Muqiet-Moschee in Wabern: Seit Eröffnung der Moschee im Jahre 2007 hat die Ahmadiyya-Gemeinde es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr ihre Pforten zu öffnen und Besucher über ihren Glauben aufzuklären. Archivfoto: Zerhau/ Foto: Schröder

Wabern. Eine friedliche Gesellschaft, in der Menschen, egal welcher Herkunft, freundschaftlich miteinander umgehen - das wünscht sich Khalid Mahmood, Vorsitzender der Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde in Wabern.

„Dialoge müssen dafür hergestellt und ein offener Umgang miteinander gefördert werden“, sagt Mahmood. Daher lädt die Ahmadiyy-Muslim-Jamaat-Gemeinde am 3. Oktober zum Tag der offenen Moschee, der bundesweit stattfindet, in die Bait-ul-Muqiet-Moschee in Wabern ein.

Von 11 bis 18 Uhr sollen zwanglose Gespräche über Religionen und die Welt bei Kaffee, Tee und pakistanischen Spezialitäten stattfinden. Auch die Räumlichkeiten der Moschee und der Islam werden bei einer Führung vorgestellt. Rund 250 Besucher kamen im vergangenen Jahr.

Offener Dialog

Seit Eröffnung der Moschee im Jahre 2007 hat die Gemeinde es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr am Tag der Deutschen Einheit ihre Pforten zu öffnen und Besucher über ihren Glauben aufzuklären. „Das Datum wurde bewusst gewählt“, erklärt Basel Aslam von der Gemeinde in Wabern. „Es verdeutlicht unser Anliegen eines Dialogs, der jede Religion übergreifen soll.“ Außerdem wolle man die Verbundenheit zu Deutschland betonen. Es gehöre zum Glauben der Ahmadiyya-Gemeinde, sich in dem Land, in dem sie leben, zu integrieren. „Wir sind dankbar dafür, dass wir hier unseren Glauben ausleben dürfe“, sagt Mahmood.

Insgesamt gebe es 73 Glaubensrichtungen im Islam. In anderen Ländern werde die Ahmadiyya-Gemeinde verfolgt, weil sie an den Kalifen glauben, der von einem Komitee gewählt wird. Seine Aufgabe ist es, das Miteinander, Glaube und Frieden zu fördern und keine politischen Ziele zu verfolgen.

KhalidMahmood

Besucher und Interessierte seien jedoch nicht nur an diesem einen Tag im Jahr eingeladen, betont Aslam. Jeder sei immer herzlich willkommen. Auch diejenigen, die nur einen Ort der Stille suchen.

„Viele denken, man darf nicht. Doch ob beten oder meditieren, jedes Anliegen ist erlaubt.“ Zu einem Gespräch am Tag der offenen Moschee gehören natürlich auch kritische Fragen, sagt Mahmood. Diesen wollen er, Basel Aslam und ein weiterer Imam Rede und Antwort stehen. Aslam sagt: „Nur wer sich auch traut zu fragen, kann Antworten erhalten.“ Und nur so könnten Missverständnisse und Vorurteile bekämpft werden.

Der Tag der offenen Moschee findet am Montag, 3. Oktober, von 11 bis 18 Uhr statt; Bait-ul-Muqiet-Moschee, Trieschweg 1, Wabern.

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