223.000 Euro für die Bildung

Geld für Bildung: Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (von links) überreichte Christian Schmelzer (stellvertretender Vorsitzender der Beschäftigungsförderung Göttingen), Hartmut Kaiser (Stadt Göttingen) und Arbeitsagentur-Geschäftsführer Klaus-Dieter Gläser den Förderbescheid. Foto: per

Göttingen. Viele junge Menschen brechen nach dem Abitur Studium oder Ausbildung ab. Das Südniedersachsenprogramm und Fördermittel in Höhe von 223.000 Euro sollen dem entgegenwirken.

Die Arbeitsagentur Göttingen hat zusammen mit 18 Schulen des Landkreises sowie mehreren Partnern das Projekt „Regionales Berufswahlnetzwerk Sek II - Vertiefte Berufs- und Studienorientierung“ ins Leben gerufen. Am Montag erfolgte der Startschuss.

„Knapp 50 Prozent der Gymnasiasten gelangen zum Abitur“, sagte Arbeitsagentur-Geschäftsführer Klaus-Dieter Gläser. Da Berufsorientierung an Gymnasien jedoch noch nicht verpflichtend sei und dafür zuletzt aufgrund des verkürzten Abiturs auch kaum Zeit vorhanden war, sei bei Schülern der Sekundarstufe II häufig wenig Berufs- oder Studienwahlkompetenz vorhanden. „Und das führt dazu, dass 30 Prozent später ihr Studium nicht beenden und 25 Prozent ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen“, so Gläser.

Ziel des neuen Projektes ist es, die Berufswahl- und Berufsweltkompetenz der Abiturienten zu erhöhen. Dazu sollen sie befähigt werden, die eigene Person und ihr Umfeld zu reflektieren sowie die Berufs- und Studienwahl eigenverantwortlich wahrzunehmen, um berufliche Wünsche realistisch einschätzen und Alternativen entwickeln zu können.

Um diese Ziele in die Tat umzusetzen, arbeitet die Berufsberatung der Arbeitsagentur künftig mit den 18 Schulen des Landkreises, den Hochschulen, den Kommunen, der Bildungsregion und verschiedenen Firmen und Unternehmen zusammen.

Nach einjähriger Planungsphase sollen die dann entwickelten Berufsorientierungs-Bausteine (BO) im Schuljahr 2017/18 in mehreren Schulen erprobt und gegebenenfalls noch einmal verbessert werden. Danach sollen die BO dann in den Unterricht einfließen.

„Dieses hervorragende Projekt könnte Leuchtturmcharakter für ganz Niedersachsen haben“, lobte dessen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, die am Montag einen Bewilligungsbescheid über Fördermittel in Höhe von 223.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) des Landes überreichte. 164.000 Euro steuert die Bundesagentur für Arbeit bei und zusammen rund 67.000 Euro die beteiligten Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode sowie die Stadt Göttingen und die Bildungsregion Göttingen. (per)

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