40.000 Euro für Göttinger Kinderkrebsstation

Große Freude: Prof. Christof Kramm (Zweiter von links) und Dr. Maria Wiese (Vierte von links) sowie Eltern, Patienten und Belegschaft der Kinderkrebsstation freuten sich über den Geld- und Sachspende, die Dieter Greilich, Vorsitzender des Vereins Menschen für Kinder (links) und seine Vorstandskollegen am Samstag überreichten. Foto: Schröter

Göttingen. Der Verein „Menschen für Kinder" hat der Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Göttingen am Samstag eine Spende in Höhe von 40 000 Euro überreicht.

„In Deutschland erkranken jährlich 550 Kinder und Jugendliche an einem Hirntumor“, sagt Prof. Christof Kramm, Leiter der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Damit gehörten diese Erkrankungen nach Leukämie zu den zweithäufigsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. „Einige Arten dieser Hirntumore sind leider immer noch nicht heilbar, so dass dort ein großer Forschungsbedarf besteht“, so Kramm.

Der Verein „Menschen für Kinder“ aus Mittelhessen unterstützt die Forschungsarbeit auf diesem Gebiet in der Kinderonkologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bereits seit mehreren Jahren. Die 40 000 Euro, die die Vorstandsmitglieder Dieter Greilich, Jens Hebstreit und Wolfgang Grommet diesmal im Gepäck hatten, fließen in das Forschungsprojekt von Dr. Maria Wiese, in dem Therapiestrategien für Ponsgliomen, einer Form besonders aggressiver kindlicher Hirntumore, entwickelt werden.

Zusätzlich zur Geldspende hatten Greilich und seine Mitstreiter einen ganzen Handwagen voller Spielsachen mitgebracht, sie an die kleinen Patienten auf der Kinderkrebsstation verteilt werden.

Höchste Einzelspende

„Das Spendengeld ist im Laufe des Jahres durch verschiedene Aktionen zusammengekommen“, sagte der Vereinsvorsitzende Dieter Greilich. Hauptaktion sei auch diesmal wieder Fahrradtour mit 500 Teilnehmern gewesen, bei der unter anderem das Startgeld als Spende weitergegeben werde.

Insgesamt habe man in diesem Jahr 270 000 Euro gesammelt, die an verschiedene Kliniken aufgeteilt worden seien. Die UMG habe dabei die höchste Einzelspende erhalten. „Da unsere Forschung ausschließlich aus Spendengeldern finanziert wird, sind wir für diese Unterstützung unendlich dankbar“, betonten Prof. Christof Kramm und Dr. Maria Wiese. „Ohne den Verein Menschen für Kinder würde es dieses Projekt gar nicht geben“, so Kramm. (per)

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