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Aktion in Göttingen: Bauern suchen das Gespräch

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Von: Bernd Schlegel

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Ein Mähdrescher bei der Ernte: Über die Arbeit auf ihren Feldern und ihren Höfen wollen Landwirte im Januar informieren. Foto: dpa
Ein Mähdrescher bei der Ernte: Über die Arbeit auf ihren Feldern und ihren Höfen wollen Landwirte im Januar informieren. Foto: dpa

Göttingen. Die Landwirte in Südniedersachsen wollen mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen. Dazu ist am Samstag, 16. Januar, in Göttingen eine spezielle Aktion geplant.

„Es gibt seit Jahren Demonstrationen anlässlich der Grünen Woche in Berlin von unterschiedlichsten Gruppen. Sie machen die Landwirtschaft schlecht“, beklagt Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolks Göttingen. Der neue Ansatz: Die Landwirte wollen den Verbrauchern direkt erklären, was auf Feld und im Stall eigentlich genau passiert. „Das wird oft falsch oder verkürzt dargestellt. Fehltritte von schwarzen Schafen werden häufig verallgemeinert.“

Aktionstag

Daher wird es am 16. Januar von 9.15 bis 11.15 Uhr ein Info- und Aktionsangebot am Nabel auf der Weender Straße in Göttingen geben. „Es ist bewusst keine Demontration oder Kundgebung mit Prominenten“, stellt Hübner klar. Stattdessen wollen die Bauern den Gästen erzählen, wie sie Landwirtschaft betreiben. „Echte Gesichter, echte Betriebe, echte Informationen“, verspricht Hübner. So werden Landwirte aus der Region genau informieren, wie sie verantwortungsbewusst ihre Schweine mästen beziehungsweise Dünger und Pflanzenschutzmittel auf dem Acker einsetzen. Neben dem Landvolk beteiligen sich der Maschinenring Göttingen, der Göttinger Arbeitskreis Junger Landwirte, der Verein Ehemaliger Landwirtschaftsschüler, der Verein interessierter Landwirte im Eichsfeld sowie die Göttinger Landfrauen an dem Aktionstag. Und: Ähnlich wie in Göttingen werden auch in anderen Städten Landwirte das Gespräch mit Bevölkerung suchen.

Nicht vertreten

Hübner macht deutlich, dass sich die überwiegende Mehrheit der Göttinger Landwirte durch die Organisation „Wir haben Agrarindustrie satt“ nicht vertreten fühlen.

„Das Problem sind nicht die echten landwirtschaftlichen Organisationen wie Bioland, sondern Aktivisten, die zum Beispiel Tierhaltung komplett ablehnen“, sagt Landvolk-Geschäftsführer Achim Hübner. (bsc) Foto: Schlegel

www.landvolk-goe.de

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